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Keine herkömmliche Fähre soll Kaliningrad und Petersburg verbinden, sondern ein Katamaran. (Foto: stellaline)
Keine herkömmliche Fähre soll Kaliningrad und Petersburg verbinden, sondern ein Katamaran. (Foto: stellaline)
Freitag, 01.04.2011

Schnellfähre verbindet Kaliningrad und Petersburg

Kaliningrad. Ab Juni 2011 soll eine Schnellfähre zwischen Kaliningrad und St. Petersburg pendeln. Mit einer Fahrzeit von 13-15 Stunden soll sie 2-2,5 Mal schneller sein als die jetzt bestehende Verbindung.

Eine entsprechende Erklärung gab am Donnerstag der Generaldirektor des künftigen Betreibers „Russkije paromnyje linii, RPL) im Wirtschaftsministerium des Gebiets Kaliningrad ab. Reederei will 250.000 Dollar in das Projekt investieren.

Der Katamaran soll alle zwei Tage auf Fahrt gehen. Seine Länge beträgt 112 Meter; Platz haben 500 Passagiere, die auf ausziehbaren Sitzen untergebracht werden. Mit an Bord können auch 20-25 Reisebusse oder 200-300 PKW. Das Schiff wird zurzeit in Norwegen gebaut und von RPL gepachtet werden.

Zeitersparnis


Bisher dauerte die Reise von Kaliningrad nach Petersburg 40 Stunden mit der „langsamen“ Fähre, 26 Stunden mit dem Zug und 1,45 Stunden mit dem Flugzeug. In Kaliningrad bekommt die neue Linie einen Anleger entweder in Baltijsk (40 Kilometer von der Stadt entfernt) oder in Swetloje am Kaliningrader Stadtrand.

Bei Russland-Aktuell
• Fährverkehr von Petersburg nach Stockholm beginnt (31.03.2011)
• Schiffsverkehr vor Petersburg braucht Atomeisbrecher (22.02.2011)
• Ostseefähre: Nach Petersburg auf die langsame Tour (02.09.2010)
In Petersburg wird das Schiff zunächst im Meereshafen anlegen, also nicht am Passagierterminal auf der Wassili-Insel. Der Fährdienst ist auf die Schifffahrtssaison ausgelegt, wird im Winter also eingestellt.

Wie teuer die Tickets werden, ist noch völlig unklar. Unklar ist sogar, wer sich hinter dem Reeder verbirgt. Ihr Generaldirektor sagte lediglich, die Firma sei in der Kaliningrader Sonderwirtschaftszone eingetragen und ihre Eigner seien „natürliche Personen“.

Erfolg oder Misserfolg?


Sergej Kornejew, Chef des Russischen Tourismusverbandes, sieht die Chancen der neuen Initiative auf Erfolg ganz und gar in Abhängigkeit von der Preispolitik. „Viele Bewohner von Kaliningrad (…) träumen davon, nach Petersburg, in das touristische Zentrum Russlands, zu reisen“, sagt er.

„Auch für Polen ist diese Fähre sehr bequem. Wenn es der Reederei gelingt, die Preise an die Bahnfahrt anzugleichen, wird sie Erfolg haben.“ Die Fahrt mit dem Zug kostet etwa 1.300 Rubel (32,5 Euro).

Alexej Besborodow von der Analyseagentur Infranews zweifelt dagegen, dass sich die Sache finanziell lohnen wird. „Schiffe dieser Klasse sind auf Routen wie zwischen Petersburg und Helsinki oder Kopenhagen und Stockholm aktuell, weil sie sich da schneller amortisieren“, lautet sein Argument.

Die Pacht für so ein Schiff koste 20.000 Dollar pro Tag; um Gewinn aus dem Geschäft zu ziehen, müsste ein Ticket mindestens 100 Dollar kosten. In Kaliningrad würden aber kaum so viele Passagiere zu finden sein, die eine solche Summe hinblättern und das Schiff füllen könnten.



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