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Noch ist die Autobahn recht frei, aber der Verkehr wird schnell zunehmen auf der neuen Trasse (Foto: Plath/.rufo)
Noch ist die Autobahn recht frei, aber der Verkehr wird schnell zunehmen auf der neuen Trasse (Foto: Plath/.rufo)
Mittwoch, 14.12.2011

Kaliningrad: In 30 Minuten nach Rauschen rauschen

Kaliningrad. Die Kaliningrader Ostseeautobahn „Primorsker Ring“ wächst weiter. Der vierte Abschnitt wurde für den Verkehr freigegeben: etwa 30 Kilometer zwischen den Kurorten Selenogradsk, Pionerski und Swetlogorsk.

Aus Kaliningrad kann man jetzt sozusagen „nach Rauschen rauschen“ - in einer halben Stunde ist das populärste Seebad der russischen Bernsteinküste bequem und (noch) staufrei mit dem Auto erreicht. Der Anschluss von Swetlogorsk hat die Verkehrsdichte auf der Schnellstraße spürbar erhöht – vor allem den Anteil von Geländewagen und Edellimousinen – den gängigen Transportmitteln der russischen Geschäftswelt.

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• Kaliningrad: Erstes Autobahnteilstück im Oktober fertig (08.07.2009)
• Erste Autobahn für das Gebiet Kaliningrad ist im Bau (05.11.2008)
• Finanzkrise bedroht Kaliningrads Wirtschaftswunder (19.11.2008)
Rund 7,2 Milliarden Rubel, umgerechnet ca. 170 Millionen Euro, hat der Bau dieses Straßenabschnittes gekostet. Das Geld kam überwiegend aus dem föderalen Haushalt, das Gebiet selbst steuerte etwa ein Viertel bei. Abfahrten hat die Autobahn nun unter anderem bei Kulikowo, einem der beliebtesten Strände der Samlandküste. Nach Pionerskij führt ein vierspuriger Zubringer.

Keine Strecke für Raser


Fahren darf man auch auf dem neuen Stück Autobahn maximal 110 Kilometer pro Stunde – mehr wird es vorerst auch nicht werden, zumindest nicht während der Bauzeit. Der Primorsker Ring ist nichts für Raser. Dafür fährt man nachts auch zwischen Cranz und Rauschen bequem unter Flutlicht: Die komplette Autobahn ist einschließlich ihrer Zubringer und Abfahrten voll ausgeleuchtet – und dürfte damit schon jetzt zu den größten Stromverbrauchern der Exklave zählen.

Bauabschnitt fünf bereits in Planung


Vorerst bleibt der Primorsker Ring allerdings eine vierspurige Sackgasse. Von ihrem Abschluss, geplante Gesamtlänge 183 Kilometer, davon reine Autobahn 81 Kilometer, ist die Schnellstraße noch ein gutes Stück entfernt. Bislang ist knapp die Hälfte der Trasse fertig gestellt.

Der nächste Bauabschnitt soll bis in die Marinestadt Baltijsk (Pillau) führen – mit Zubringer nach Jantarnyj (Palmnicken), dem aufstrebenden Stern am Touristenhimmel der Kaliningrader Bernsteinküste. Geplante Baukosten: umgerechnet 285 Millionen Euro. Im Frühjahr 2012 soll es losgehen mit dem Bau.

Noch freilich ist unklar, ob Moskau die Rubel rollen lässt, immerhin hat Dmitri Medwedew jüngst bei seinem Besuch in Kaliningrad vorsichtige Zusagen gemacht. Versprechen kann er jetzt ja viel. Seine Tage als Präsident sind gezählt.



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xy 14.12.2011 - 20:53

Kaliningrad: In 30 Minuten nach Rauschen rauschen

Russland muss ja viel Geld haben, Das riecht doch schon wieder nach Korruption. In Deutschland sind die Autobahnen nicht komplett ausgeleuchtet. In Belgien sollen sie jüngst zum Sparen die Autobahnbeleuchtung abgeschaltet haben. Ich dachte so was gibt es nur im reichen, dekadenten Teil von EU-Europa.


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