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Am Kaliningrader Flughafen Chrabrowo soll bal wieder gebaut werden. (Foto: Plath/.rufo)
Am Kaliningrader Flughafen Chrabrowo soll bal wieder gebaut werden. (Foto: Plath/.rufo)
Donnerstag, 12.01.2012

Kaliningrad: Flughafen-Ausbau soll 2012 weitergehen

Kaliningrad. Die vor zwei Jahren wegen der Turbulenzen von KD-Avia gestoppte Rekonstruktion des Kaliningrader Flughafens Chrabrowo soll in diesem Jahr wieder aufgenommen worden. Die Gebietsregierung macht Druck.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Gestartet war der Umbau von Chrabrowo zu einem modernen Ost-West-Luftdrehkreuz 2007 noch als Prestigeprojekt, mit dem sich der damalige Gebietsfürst Georgi Boos gern schmückte.

Zur Eröffnung der neuen Passagierhalle ließ KD-Avia gar Joe Cocker zum Konzert einfliegen. Das Management sah großzügig darüber hinweg, als es während eines Regenschauers schon beim Soundcheck an mehreren Stellen kräftig durchregnete.

Mit der globalen Wirtschaftskrise kam der Absturz. Als die angeschlagene Kaliningrader Airline KD-Avia im November 2010 Insolvenz anmeldete, war das auch das endgültige Aus für die Flughafen-Baustelle. Wirklich gebaut wurde zu der Zeit im Terminal schon einige Monate nicht mehr: Wo keine Rubel, da kein Beton.

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• Flüge von Kaliningrad ans Schwarze Meer angeboten (04.04.2011)
• Kaliningrad: Keine Subventionen für den Flugverkehr (20.09.2010)
• Kaliningrad: Polens Airline LOT nimmt Linienbetrieb auf (13.10.2009)
• Kaliningrad: KD-Avia-Mitarbeiter beenden Proteststreik (27.07.2009)

Zustand „deprimierend“

Gouverneur Nikolai Zukanow hat die Rekonstruktion von Chrabrowo jetzt auf die Prioritätsliste der am dringendsten zu lösenden Infrastruktur-Projekte gesetzt. Der Zustand von KD-Avia sei deprimierend, „damit meine ich auch den Flughafen“, sagte er in seinem Bericht zum Jahresausklang vor der Gebietsduma.

Traditionell wird diese Veranstaltung auch dazu genutzt, um auch einen Ausblick auf die Entwicklung des Gebietes im neuen Jahr zu geben. Es sei Ziel, die Rekonstruktionsarbeiten 2012 wenigstens wieder beginnen zu lassen, so Zukanow.

Hauptgebäude bereits versteigert

Die Gebietsregierung habe sich in die Begleitung des Insolvenzverfahrens unterstützend eingebracht, sagte Zukanow. Er gehe davon aus, dass dessen Prozedur im ersten Quartal 2012 vollständig abgeschlossen werden könne. Das ist Voraussetzung, um in geordneten Finanz- und Besitzverhältnissen überhaupt wieder an Baupläne denken zu können.

Besitzer des Flughafens will das Gebiet diesmal offenbar selbst werden. Entsprechende Beschlüsse kündigte Zukanow vor der Duma an. Das Airport-Hauptgebäude und mehrere Immobilien aus der Insolvenzmasse von KD-Avia waren im Oktober 2011 für 382 Millionen Rubel (ca. 7,8 Mio. Euro) an eine bislang nicht genannte Investorengruppe versteigert worden. Insider gehen davon aus, dass dies im Interesse der Gebietsregierung geschah.

KD-Avia klebt am Boden

Während in die Pläne zum weiteren Ausbau des Terminals nun also wieder Bewegung kommt, ist die Zukunft einer Kaliningrader Fluggesellschaft weiterhin völlig ungeklärt. Und damit unter anderem auch die Frage, ob und wann es wieder eigene Direktflüge zwischen der russischen Exklave und deutschen sowie westeuropäischen Zielen geben wird.

Was von KD-Avia übrig ist, klebt hochverschuldet am Boden. Im vorigen Jahr prüfte angeblich ein deutscher Billigflieger die Eröffnung einer Königsberg-Linie. Konkrete Neuigkeiten in dieser Sache gibt es derzeit aber auch nicht.

Wer derzeit mit dem Flugzeug von Deutschland nach Kaliningrad – oder umgekehrt – reisen will, muss Umwege in Kauf nehmen. Die polnische LOT fliegt über Warschau, Aeroflot via Moskau.



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