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| Macht bisher einen Bogen um Kaliningrad: Eisenbahn-Fährschiff Vilnius (Foto: DFDS). | |
Freitag, 30.03.2007
Kaliningrad: Fährlinie schon wieder verschoben
Kaliningrad/Sassnitz. Der Start der regulären Direkt-Fährverbindung zwischen dem deutschen Ostseehafen Sassnitz/Mukran und dem Kaliningrader Fährterminal in Baltijsk (Pillau) ist erneut verschoben worden.
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Der russische Grenzschutz habe der Fähre keine Anlaufgenehmigung für den Hafen Baltijsk gegeben, sagte ein Sprecher der dänischen Reederei DFDS am Freitag in Sassnitz. Als Grund seien fehlende Unterschriften in den entsprechenden Grenzdokumenten angegeben worden.
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Nichts als schöne Worte
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Eigentlich sollte das Eisenbahn-Fährschiff „Vilnius" in dieser Woche seinen Dienst zwischen dem größten deutschen Eisenbahn-Fährhafen auf der Insel Rügen und der russischen Ostsee-Exklave aufnehmen und die Linie – Fahrzeit 16 Stunden – künftig einmal pro Woche bedienen.
Nach Angaben der Bahn-Frachttochter Railion Deutschland AG haben sowohl die Deutsche Bahn als auch die russische Eisenbahngesellschaft RZD alle Voraussetzungen für den Start der Fährverbindung erfüllt. Es werde mit Druck daran gearbeitet, dass die Fähre ab der kommenden Woche Baltijsk anlaufen könne, hieß es am Freitag.
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Der Start der deutsch-russischen Nonstop-Linie ist nach der offiziellen Eröffnung mit großem politischem Bahnhof und vielen wohl tönenden Ministerworten im vorigen Herbst immer wieder verschoben worden. Ursprünglich sollte die „Vilnius" mit 49 Waggons russischer Breitspur an Bord bereits am 6. Dezember 2006 erstmals in dem neuen Fährterminal in Baltijsk festmachen.
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Stärkere Verkehrseinbindung des Kaliningrader Gebiets
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Die Eisenbahn-Fährroute Sassnitz-Baltijsk und ihre Fortsetzung nach Ust Luga bei St. Petersburg soll das Kaliningrader Gebiet in die wachsenden Verkehrsströme der Ostsee zwischen Russland, den baltischen Republiken und Westeuropa einbinden und die Exklave langfristig von Landtransporten über Litauen und Weißrussland unabhängiger machen. Begünstigt durch die Privilegien der Sonderwirtschaftszone, hat die Bedeutung des Kaliningrader Gebiets als Produktionsstandort kräftig zugelegt.
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Kaliningrader und Moskauer Behörden lassen keine Gelegenheit aus, Behinderungen des Güterverkehrs durch Brüsseler Restriktionen an der EU-Außengrenze zu beklagen. Doch wie es derzeit den Anschein hat, sitzen die Bremser der Fährlinie eher auf russischer Seite. Bislang steuert die „Vilnius" nur zweimal wöchentlich den litauischen Hafen Klaipeda an. (tp/.rufo)
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