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| Zu schwere Last: KD Avia kann wegen Schulden nicht mehr abheben (Foto: Ballin/.rufo) | |
Mittwoch, 11.03.2009
Kaliningrad Avia macht wegen Schulden dicht
Kaliningrad. Die Kaliningrader Fluggesellschaft KD Avia muss wegen finanzieller Probleme den Betrieb einstellen. Für den bevor stehenden Bankrott macht das Unternehmen auch die russische Regierung mitverantwortlich.
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„Beginnend ab heute 18 Uhr sind wir gezwungen, unsere operative Tätigkeit einzustellen“, erklärte die Pressesprecherin von KD Avia, Jelena Penkowa am Mittwoch. Zugleich richtete sie schwere Vorwürfe an die Regierung.
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Keine Hilfe trotz mehrfacher Bitten Mehrfach habe sich das Unternehmen wegen seiner finanziellen Probleme an die Behörden gewandt. „Aber faktisch haben wir keinerlei reale Unterstützung bekommen. Die Airline hat ihre Möglichkeiten, die operative Tätigkeit zu finanzieren ausgeschöpft“, sagte Penkowa.
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KD Avia gehört zu den 30 größten russischen Fluggesellschaften in Russland. In der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad ist sie der größte Flug-Anbieter.
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Erst Kerosinkrise, dann Finanzkrise Wegen der hohen Kerosinpreise waren im vergangenen Jahr eine ganze Reihe russische Fluggesellschaften in finanzielle Turbulenzen geraten, u.a. die Flugallianz AirUnion (inzwischen bankrott), die zweitgrößte russische Fluggesellschaft Sibir (arbeitet unter dem Markenzeichen S7, steht aber auch kurz vor der Pleite) und eben KD Avia. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in der zweiten Jahreshälfte 2008 hat die Probleme noch verschärft: Passagier- und Frachtaufkommen sind deutlich geschrumpft.
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Ende 2008 hatte KD Avia bereits einen Schuldenberg von 9 Mrd. Rubel (derzeit etwa 200 Mio. Euro) angehäuft. Der größte Gläubiger, die Bank „St. Peterburg“, die über ein Drittel der Schulden auf sich vereinte, hat die Kontrolle über KD Avia übernommen und einen neuen Generaldirektor Gennadi Boldyrew eingesetzt.
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Zerschlagung und Führungswechsel retten KD Avia nicht Doch weder der Wechsel an der Führungsspitze, noch die eingeleitete Zerschlagung von KD Avia in eine reine Airline und einen Betreiber für den Kaliningrader Flughafen Chrabrowo konnten die Pleite im Endeffekt abwenden. Hilfe aus Moskau wird nämlich nur der neue Flughafenbetreiber „Internationaler Flughafen Kaliningrad“ bekommen. Die Fluggesellschaft geht leer aus.
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Für die Passagiere ist immerhin eine Übergangslösung gefunden worden. Die Flüge sollen vorläufig von anderen Airlines übernommen werden. Für welchen Zeitraum diese Regelung gilt, ist noch nicht bekannt.
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