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| Der treuherzige Blick täuscht: Chinesische Autos wie der Chery QQ drängen mit voller Kraft in den russischen Automarkt (foto. autorating.ru) | |
Freitag, 17.02.2006
Chinesische Autos kommen bald aus Kaliningrad
Kaliningrad. Der russische Autobauer „Avtotor“ will für den chinesischen Autohersteller „Chery Automobile“ die Fertigung für den russischen Markt übernehmen. Ein entsprechendes Abkommen wurde bereits unterzeichnet.
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Für die Produktion der chinesischen Fahrzeuge sollen zunächst die bestehenden Kapazitäten des Avtotor-Werkes in Kaliningrad genutzt werden. Dort lassen bislang BMW, General Motors und Kia einzelne Modelle für den russischen Markt endmontieren. Sollte sich die Kooperation positiv entwickeln, werde in Kaliningrad möglicherweise ein neues Autowerk für 200 Mio US-Dollar errichtet, berichtete die Tageszeitung „Kommersant“.
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Chery will russischen Markt erobern
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Das chinesische Staatsunternehmen „Chery“ konnte im vergangenen Jahr rund 185.000 Fahrzeuge verkaufen, ein Zehntel davon im Ausland. Seit 2005 exportiert Chery seine Fahrzeuge auch nach Russland. Bereits im vergangenen Jahr hatte Chery mit dem russischen Firmen-Konsortium „Transservis“ eine Zusammenarbeit vereinbart. In der Region Nowosibirsk soll ebenfalls eine Produktionsstätte entstehen.
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Avtotor will expandieren
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Der „Avtotor“-Vorstandsvorsitzende Wladimir Scherbakow bestätigte bei einem Wirtschaftsforum in Berlin, dass es Pläne für eine Zusammenarbeit mit Chery gebe. Auch General Motors plane, weitere Investitionen am Standort Kaliningrad zu tätigen, so der Firmenchef.
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Scherbakow lud weitere Unternehmen der Automobilindustrie ein, in die Exklave zu kommen. Gut ausgebildete Arbeitskräfte, günstige Strom- und Gaspreise sowie die attraktiven Steuer- und Zollvergünstigungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone würden wirtschaftliche Unternehmungen in Kaliningrad sehr rentabel machen.
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Avtotor braucht Ersatz für gestrichene Kia-Modelle
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Avtotor ist seit über zehn Jahren in der Exklave ansässig und hat dort seitdem nach eigenen Angaben 320 Millionen US-Dollar investiert. Im Jahr 2005 wurden in dem Kaliningrader Werk knapp 16.500 Fahrzeuge der Hersteller Kia, BMW und General Motors montiert.
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Die südkoreanische Marke Kia als bisheriger „Hauptarbeitgeber“ des Werkes setzt jetzt aber auf die Zusammenarbeit mit dem SOK-Konzern und dessen Werk Izhmash in Ischewsk, wo seit kurzem der Kia Spectra vom Band läuft.
Deshalb wurde in Kaliningrad die Fertigung der schon leicht veralteten Avtotor-Hauptmodelle, des Rio und des Sportage, eingestellt. Insofern benötigt Avtotor dringend Ersatz – und fand ihn bei den gegenwärtig mit Verve auf den russischen Automarkt drängenden Chinesen.
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(-jm/rufo)
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