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Arkadi Feldman und die Kaliningrader Staatsphilharmonie mit Tschaikowski zum Jahreswechsel (Foto: A.Feldman)
Arkadi Feldman und die Kaliningrader Staatsphilharmonie mit Tschaikowski zum Jahreswechsel (Foto: A.Feldman)
Freitag, 31.12.2010

Silvester mit der Kaliningrader Staatsphilharmonie

Bergisch Gladbach. Die Kaliningrader Staatsphilharmonie unter Leitung von Arkadi Feldman geleitet ins neue Jahr. Mit dem Solisten Andrei Rozendent wird es Tschaikowskis „Pathetique“ zum Jahreswechsel geben.

Das traditionelle Sylvesterkonzert in Bergisch Gladbach präsentiert zum diesjährigen Jahreswechsel einen besonderen Leckerbissen für alle Freunde der klassischen Musik. Im stilvollen Ambiente des „Bürgerhaus Bergischer Löwe“ steht unter dem Motto des Abends „Russische Nacht“ Tschaikowsky auf dem Programm.

Ein Baumeister in Sachen Orchester…


Arkadi Feldman versteht es, sein Orchester zu führen. Und dieses ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Feldman selbst hat es 1976 selbst aufgebaut, es ist sein Kind. Internationale Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, kein Weg ist den Kaliningradern zu weit.

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Selbst vor dem spanischen Königshaus haben sie schon gespielt, die Philharmoniker aus dem ehemaligen Königsberg. Man darf die Kaliningrader Staatsphilharmonie getrost zu den bedeutendsten Kulturträgern der russischen Enklave an der Ostsee zählen. Die Erlöse ihrer zahlreichen Gastspiele fließen wieder zurück in den Er- und Unterhalt Kaliningrads.

…der auch mal selber mit hinlangt


Auch einen Betonmischer hat er schon gekauft, für den Bau „seines“ Hauses. Das sei „billiger als Fremdarbeiter einzustellen“, meint Feldman und fügt hinzu: „Im eigenen sinfonischen Haus kann man doch ganz anders arbeiten. Wenn man sich nicht ständig mit den anderen Beschäftigten absprechen muss!“

Und große Pläne hat er durchaus für sein Haus. Klubkonzerte, Kulturveranstaltungen aller Art, Kunst und Kommunikation und natürlich auch Veranstaltungen für Kinder. So stellen es sich die Kaliningrader vor und mit dem Engagement, mit dem das ganze Ensemble zu Werke geht, glaubt man ihnen aufs Wort.

Die Violine als Edelstein


Selbstverständlich ist auch ein Starsolist an diesem Abend mit von der Partie. Dieses Jahr wird diese Ehre dem erst 21-jährigen Violinisten Andrei Rozendent zu Teil. Der gebürtige Kaliningrader gilt als Ausnahmetalent an seiner Geige. Seine Ausbildung begann er mit sieben Jahren und bereits vier Jahre später wurde er in Tallinn mit seinem ersten internationalen Preis ausgezeichnet.

Wann und wo
Bergisch Gladbach,
Bürgerhaus Bergischer Löwe
Freitag 31.12.2010, 19 Uhr
Kartenreservierung unter Tel.: 49/2202/38999
Rozendent wird sein außergewöhnliches Können mit Tschaikowskis Violinkonzert D-Dur unter Beweis stellen. Obwohl das einzige Stück des Komponisten, welches er für die Violine schrieb, ist es doch das bekannteste und am meisten gespielte Violinkonzert überhaupt. Ein einflussreicher Musikkritiker beurteilte es einst als die „brutale und traurige Lustigkeit eines russischen Kirchweihfestes“.

Und der Schlussstein eines Komponisten


Den Hauptteil des Abends wird die Staatsphilharmonie unter Arkadi Feldman mit Tschaikowskis Sinfonie Nr.6 in h-Moll gestalten. Bekannt geworden unter dem Namen „Pathetique“ ist dies das letzte Werk von Pjotr Tschaikowski. Nach dem grandiosen Erfolg seiner berühmten Fünften wollte er damit einen grandiosen Schlussstein seines Schaffens setzen.

Und wie so oft in Tschaikowskis Wirken, die Petersburger Premiere am 28. Oktober 1893 ging in die Hose. Dabei sollte es doch seine beste sein.

Erst nach seinem Tod eine Woche später, nahm das Publikum das Werk mit Begeisterung auf und der unglaubliche Triumph des Werkes nahm seinen Weg durch Russland und Europa. Jetzt war klar, Tschaikowski hätte nie mehr etwas Besseres schreiben können.



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