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Teile der Prussia-Sammlung (Foto: Mischke/.rufo)
Teile der Prussia-Sammlung (Foto: Mischke/.rufo)
Donnerstag, 07.07.2005

Prussia-Sammlung kehrt nach Kaliningrad zurück

Kaliningrad. Ihre Wiederentdeckung Anfang 2000 wurde weltweit als Sensation gefeiert. Jetzt kehrt die reorganisierte und restaurierte Prussia-Sammlung als Dauerausstellung nach Kaliningrad zurück.

Ole von Beust beim Betrachten der Fundstücke (Foto: Mischke/.rufo)
Ole von Beust beim Betrachten der Fundstücke (Foto: Mischke/.rufo)
Bei dem Teil der wiedergefundenen Archäologiesammlung handelt es sich um 25.000 Fundstücke zur Geschichte der Pruzzen aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten sie lange als verschollen.

Prussia: Vor- und Frühgeschichte Ostpreußens

Einst umfasste die Sammlung mehr als zehnmal so viele Exponate von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert, die im Königsberger Schloss ausgestellt waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung dann auseinander gerissen. Ein großer Teil wurde nach Berlin ausgelagert, wo er bis heute im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ausgestellt ist. Kleinere Teile befinden sich in Polen und Litauen. Der bedeutendste Teil der Prussia - die im Schloss ausgestellte Schausammlung - wurde in den Wirren der letzten Kriegsmonate abtransportiert und galt lange Zeit als verloren.

Ein Schatz im Fort

Erst 1999 fanden russische Archäologen im Fort Nr. 3, einer ehemaligen Festungsanlage am Stadtrand des heutigen Kaliningrads, Reste der Sammlung. Insgesamt wurden rund 16.000, später nochmals 8.000 Gegenstände entdeckt, darunter Bronze-Fibeln, Porzellan, Schwertspitzen und Steinwerkzeuge.

Bei Russland-Aktuell
• Rätselhafter Schatzfund im Königsberger Schloss (17.06.2005)
Die Funde wurden in die Archäologische Abteilung des Museums für Geschichte und Kunst Kaliningrad verbracht. Schnell wurde deutlich, dass die finanziellen Mittel und das Know-how des Museums nicht ausreichten, um diese gewaltigen Bestände zu restaurieren und archivarisch zu dokumentieren. Die Hamburger ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius finanzierte daraufhin die Einrichtung einer „Prussia-Arbeitsstelle“ im Museum, wo seitdem russische Archäologen an der Restaurierung und Archivierung der Funde arbeiten.

Gedächtnis der Region

Nach jahrelanger Arbeit präsentieren die Wissenschaftler jetzt die Ergebnisse ihrer Arbeit. Perlen aus Bernstein, Halsringe, Münzen aus der römischen Kaiserzeit und Gewandschließen aus der Völkerwanderungszeit sind in der neuen Daueraustellung zu sehen.

„Es war uns eine Freude“ sagte Prof. Michael Göring vom Kuratorium der Hamburger Zeit-Stiftung bei der Ausstellungseröffnung. Der anwesende Hamburger Bürgermeister Ole von Beust war ebenfalls voll des Lobes: „Es ist gigantisch, was dort geleistet worden ist.“

Auch ein Mitarbeiter der Kaliningrader Kulturbehörde fand große Worte: „Es ist vielleicht übertrieben, aber man kann die Prussia-Rückkehr mit der Rückkehr des Bernsteinzimmers vergleichen.“ Er hofft, dass viele junge Leute in die Ausstellung kommen werden, um die Kultur zu erfahren. Schließlich sei - wie Michael Göring schon zuvor befunden hatte - mit der Prussia „ein Großteil des Gedächtnisses der Region zurückgekehrt“.

(jm/.rufo)


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