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| Bächlein und Bänklein laden am Oberteich jetzt zum Spazierengehen ein (Foto: tp/.rufo) | |
Dienstag, 23.09.2008
Neue Oberteich-Promenade lädt zum Flanieren ein
Kaliningrad. Das ehemalige Königsberg hat ein neues Wahrzeichen: die Oberteich-Promenade. Im Rahmen des Stadtfestes wurde der zur Flaniermeile umgestaltete Weg entlang des Westufers des Gewässers offiziell eröffnet.
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Zwei Jahre hat der Bau der insgesamt 800 Meter langen, von historisierenden Geländern und Leuchtern, zwei Springbrunnen und vielen Bänken gesäumten Uferweges gedauert. Die Finanzierung, insgesamt 500 Millionen Rubel (etwa 13,8 Millionen Euro), teilten sich Stadt und Gebiet. Markenzeichen der neuen Promenade ist eine Marmorsäule mit Uhr und Barometer.
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Putins Gattin Ludmila hat das Urheberrecht Angeregt hatte die Idee, längs des Oberteiches eine Promenade anzulegen, seinerzeit Russlands First Lady Ludmila Putina. Die gebürtige Kaliningraderin, die ihre Stadt nach wie vor gern besucht, setzt sich vor allem für die Sanierung städtischer Parkanlagen und die Schaffung von Erholungsgebieten ein.
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Städtebaulich soll der veredelte Uferweg auch die Funktion einer Brücke erfüllen und das südlich gelegene Stadtzentrum mit dem Villenviertel Maraunenhof beidseits der Thälmann-Straße verbinden.
Verbindung vom Zentrum nach Maraunenhof Maraunenhof zählt zu den schönsten, begehrtesten und teuersten Wohngegenden Kaliningrads: Hier, wo zwischen alten Stadtvillen und betagten Bäumen viel vom grünen Flair eines der vornehmsten Quartiere Vorkriegs-Königsbergs erhalten blieb, bauen sich nun neureiche Russen ihre Paläste.
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Auch das Deutsche Generalkonsulat wird hier künftig residieren – gekauft ist die Villa schon. Längst schieben sich millionenschwere Edelbehausungen in die Uferkulisse des Oberteiches. Da passt die schicke Ufermeile ins Bild: der ideale Laufsteg zum „sehen und gesehen werden“.
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Anrüchig: Noch ist der Oberteich die Stadt-Kloake Jetzt gibt es nur noch ein Problem: das Wasser. Es riecht nämlich nicht gar so fein, weil der Oberteich einige Jahrzehnte lang zur Kloake für Abwässer und anderen Dreck verkam. Eine Wende zum Besseren ist immerhin eingeleitet: Der einst von den Rittern des Deutschen Ordens als Mühlenstau angelegte, in seiner Dimension eher einem See gleichende Teich wurde in den vergangenen zwei Jahren einmal komplett entschlammt. Dabei verschloss man sieben Abwasserzuflüsse.
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Es gibt aber noch immer 15 davon, die meisten wurden erst beim Ausbaggern des Schlamms entdeckt. Das Abwasserproblem soll in den nächsten zwei Jahren durch den Bau von Kanalisationen und Kläranlagen beseitigt, sozusagen geklärt werden.
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Ein Rundweg um den See ist geplant Die Promenade selbst ist auch nur Teil eines größeren Projekts. Wie Bürgermeister Alexander Jaroschuk zur Eröffnung sagte, sind weitere Bauabschnitte zur Fortsetzung bereits in Planung: Entstehen soll so ein fast vier Kilometer langer Rundweg einmal komplett um den gesamten Oberteich.
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In der parallel zur neuen Uferpromenade verlaufenden Thälmannstraße werden demnächst die Straßenbahngleise verschwinden. An ihrer Stelle ist ein Radweg geplant.
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