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| (Foto: Getty Image) | |
Mittwoch, 05.01.2005
Neue Gasleitung für die Ostseeexklave Kaliningrad
Das litauische Unternehmen „Lietuvos dujos“ hat die Verlegung einer neuen Gasleitung nach Kaliningrad in Auftrag gegeben. Parallel zu der schon bestehenden Gasleitung soll eine neue Pipeline von der Gasverteiler- station in Kaunas nach Sakiai, an die Grenze des Kaliningrader Gebietes führen. Die Kosten des Projekts werden auf 100 Mio. Litas (29 Mio. Euro) geschätzt.
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Laut Vertrag mit den ausführenden litauischen Baufirmen werden die Arbeiten bereits im Januar 2005 beginnen. Nach einem Bericht der Internetzeitung gorod.lv hofft der Investor „Lietuvos dujos“, dass die Arbeiten bereits Ende des Jahres 2005 abgeschlossen sein werden.
Die für den Bau der Gasleitung benötigten Dutzenden Kilometer Stahlrohre wird der Salzgitter-Konzern, einer der größten europäischen Stahlproduzenten, liefern. Der Vertrag über den Kauf der Rohre wurde bereits im November 2004 unterzeichnet.
Verdoppelung der Kapazitäten
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Schon im Jahr 2006 soll die neue Leitung in Betrieb genommen werden. 1,050 Milliarden Kubikmeter Gas können dann jährlich in die Ostseeexklave geliefert werden. Gegenwärtig sind es 500 Millionen Kubikmeter Erdgas.
Damit verdoppeln sich zwar die Gaslieferungen in die Exklave, der künftige Bedarf kann damit aller Voraussicht nach jedoch trotzdem nicht gedeckt werden. Denn der jährliche Verbrauch in Kaliningrad liegt schon jetzt bei rund 650 Millionen Kubikmetern Gas. Dazu kommt das im November 2005 in Betrieb gehende und auf Erdgas basierende Kraftwerk „TEZ-2“, welches bei voller Auslastung rund 600 Millionen Gas- Kubikmeter benötigt – so dass auch nach der Inbetriebnahme der zweiten Pipeline eine Versorgungslücke von 200 Millionen Kubikmetern bestehen bleibt.
Litauisch-russisch-deutsches Gemeinschaftsunternehmen
Das Unternehmen „Lietuvos dujos“ befindet sich unter trinationaler Aufsicht: 38,9 Prozent der Aktien gehören dem deutschen „Ruhrgas“-Konzern, 37,1 Prozent dem russischen Gasanbieter „Gasprom“. Die litauische Regierung hält 17,7 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.
(jm/.rufo)
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