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| So hoch wäre das Hochwasser in Kaliningrad und Umgebung nicht, wenn die Kanalisation funktionieren würde. (Foto: Ballin/.rufo) | |
Montag, 07.02.2011
Land unter in Kaliningrad: Pregel tritt über die Ufer
Kaliningrad. Dem schneereichen Winter folgt ein heftiger Temperaturanstieg in Kaliningrad. Die damit einsetzende Schneeschmelze hat in der Stadt Dutzende Straßenzüge überflutet. Gouverneur Zukanow verhängt den Notstand.
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Seit Tagen liegen die Temperaturen in der russischen Ostsee-Provinz beständig über Null. Nachdem der Winter ungewöhnlich schneereich war, schmilzt dieser nun – von Regenschauern zusätzlich aufgeweicht – innerhalb kürzester Zeit. Auch am Montag soll es wieder regnen.
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Personal und Technik zum Abpumpen fehlt Schon seit dem Wochenende stehen praktisch alle Stadtteile unter Wasser. Dutzende Straßenzüge und tausende Keller sind überschwemmt. Die Stadtreinigung und der Katastrophenschutz kommen mit dem Abpumpen nicht hinterher. Es fehlen Personal und Technik.
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„Wir konnten heute Morgen gar nicht aus unserer Haustür. Das Wasser stand einen halben Meter hoch. Wir haben die Stadtreinigung gerufen, warten aber schon seit Stunden umsonst. Die sagen nur: „Sie müssen noch Geduld haben, denn die halbe Stadt ist überschwemmt“, klagt eine Bewohnerin der Ostrowski-Straße dem Internetportal Kaliningrad.ru.
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Gouverneur twittert: Besserung ist angeordnet Auch der Gouverneur des Kaliningrader Gebiets hat schon reagiert. Per Twitter informierte er die Bewohner, dass er schon Anweisung gegeben habe, die Regenkanalisation zu reinigen, damit das Wasser besser abfließen kann.
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Die Kanalisation ist seit Jahren ein Problem Kaliningrads. Sie ist veraltet und bewältigt bei starken Regenfällen oder Schneeschmelze die anfallenden Niederschlagsmengen nicht. Überschwemmungen passieren daher regelmäßig.
Die Stadtverwaltung hat die Modernisierung der Anlagen schon in Auftrag gegeben. Aus dem Budget fließen immerhin 19 Mio. Rubel (475.000 Euro) in die Verbesserung der Kanalisation. In diesem Jahr soll sie schon abgeschlossen sein – doch bis zur Schneeschmelze hat es noch nicht geklappt.
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Schäden noch nicht absehbar, Sturmwarnung ausgerufen Wie hoch der materielle Schaden ist, den das Hochwasser bisher angerichtet hat, ist noch unklar. Mehrere Kesselhäuser mussten deswegen ihre Arbeit einstellen, der städtische Nahverkehr ist teilweise zum Erliegen gekommen.
Zudem droht weiteres Unheil. Für die Region wurde eine Sturmwarnung herausgegeben, die bis Donnerstag Bestand hat.
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Es werden Windgeschwindig-keiten von bis zu 23 Meter pro Sekunde erwartet. Dazu gibt es weiterhin Regen. In der Stadt wurde wegen Hochwasser und Unwetter der Notstand verhängt.
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