Mittwoch, 29.05.2013

Kaliningrads Bürgermeister besitzt heimlich Villa in Cannes

Eine Villa am Mittelmeer ist eine bessere Kapitalanlage, als eine Datscha auf der Kurischen Nehrung, dachten sich wohl Bürgermeister Jaroschuk und Frau. (Foto: kaliningrad.ru)
Kaliningrad. Ob seine Frau oder er selbst der heimliche, eigentliche Eigner der Villa im französischen Cannes ist, ist bisher unklar. Seine Frau ist Gründer der Firma, die die Villa besitzt, verschweigt das aber in der Steuererklärung.
Am Tor des hübschen Anwesens in der französischen Prominentenstadt hängt jedenfalls, so schreibt heute die Wirtschaftszeitung Kommersant, ein Namensschild mit dem Namen des Bürgermeisters Alexander Jaroschuk (Yaroshuk).

Dabei hatte seine Ehefrau Schanna (Jeanna) die französische Firma Societe Civile Immobiliere Montfleury (Gründungskapital 100.- Euro) gegründet, die dann 2010 besagte Villa in Cannes erwarb, registrierte und später auch die nötigen Immobiliensteuern zahlte.

Auf dem Grundstück soll sich nach Recherchen der Zeitung ausser der Villa selbst auch ein bescheidenes Schwimmbecken von 1.000 Quadratmetern Fläche befinden. Der durchschnittliche Grundstückspreis in der fraglichen Gegend liegt laut Kommersant bei 5.591.- Euro pro Quadratmeter.

Ein Mantel des Schweigens über der Villa


Jedenfalls habe Frau Jaroschuk sowohl die Villa, als auch ihre eigene Immobilienfirma in ihrer Steuererklärung verschwiegen. Ihr Mann habe bisher seine diesjährige Steuererklärung noch nicht abgegeben.

In Russland ist auch Auslandseigentum von Beamtern und Spitzenpolitikern meldepflichtig. Auslandskonten sind ganz verboten, Auslandsimmobilien allerdings nach heftigen politischen Diskussionen bisher erlaubt.