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Stadionbau: Auch in Kaliningrad soll es für Fans 2018 einen würdigen Ort zum Jubeln und Fußballschauen geben (Foto: Archiv/.rufo)
Stadionbau: Auch in Kaliningrad soll es für Fans 2018 einen würdigen Ort zum Jubeln und Fußballschauen geben (Foto: Archiv/.rufo)
Freitag, 25.11.2011

Kaliningrad: Wettbewerb um Bau des WM-Stadions

Kaliningrad. Noch ist nicht sicher, ob auch Kaliningrad im Sommer 2018 zu den Austragungsorten der Fußball-WM zählen wird, doch ein WM-Stadion ist schon mal in Planung. Wer wird es planen – Deutsche oder Russen?

45.000 Zuschauer soll es fassen und zum Zentrum eines großen Sportkomplexes werden: das Kaliningrader WM-Fußballstadion auf der Oktoberinsel zwischen den beiden Armen des Pregelstroms.

Interesse an der Projektierung der Königsberg-Arena haben bereits das deutsch-polnische Architekturbüro RKW (Rhode, Kellermann, Wawrowsky) sowie die türkische Unternehmensgruppe Akdalar bekundet, letztere will das Stadion auch gleich bauen. Beide Bewerber bringen Erfahrung mit: RKW (Düsseldorf/Warschau) etwa projektierte die schnieke neue Baltic-Arena im polnischen Danzig.

Kürzlich warf mit dem Hamburger Architektenteam gmp (Gerkan, Marg und Partner) nun noch ein weiterer Globalplayer der Branche seinen Hut in den Ring – gmp hat eine Reihe von modernen WM-Stadionprojekten gezeichnet, unter anderem in Warschau und Kiew, die Liste der Referenzobjekte reicht vom Berliner Hauptbahnhof bis zum chinesischen Nationalmuseum in Peking.

Nun ziehen die Russen nach. In dieser Woche hat das Moskauer Unternehmen Intex seine „ernsthafte Absicht“ bekundet, am Architektenwettbewerb um das Kaliningrader WM-Stadion teilzunehmen. Das berichtet das Internet-Portal newkaliningrad.ru unter Berufung auf Roman Skoroj, Vizepremier der Gebietsregierung.

Rudersportzentrum und Radrennbahn als Zugabe


Bis zum 20. Dezember haben die bisherigen und potentielle weitere Bewerber noch Zeit, ihre Stadion-Entwürfe in Kaliningrad einzureichen. Für die Gestaltung des Umfeldes der eigentlichen Fußballarena ist ein erstes Konzept bereits in Arbeit.

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Zwischen dem Alten und dem Neuen Pregel soll ein Sportkomplex namens „Ostrow“, zu deutsch „Insel“ entstehen – passend zum Ort auf der alten Königsberger Pregelinsel Lomse. Geplant sind unter anderem ein Rudersportzentrum, eine Radrennbahn und ein Sportboothafen.

Der Auftrag für die Entwicklungsplanung ging an den Kaliningrader Architekten Oleg Kopylow, bekannt in der Stadt unter anderem als Baumeister der Christi-Erlöser-Kathedrale am Siegesplatz und der umstrittenen Triumphsäule davor.

Baubeginn noch 2012?


Für das WM-Stadion selbst können potenzielle Bewerber mit entsprechenden Referenzen und Vorentwürfen noch bis zum 20. Dezember ihr Interesse an der eigentlichen Ausschreibung bekunden, die Anfang 2012 beginnen wird. Mit Intex ist nun ein weiterer renommierter Name im Rennen – die Moskauer können als Referenz die Restaurierung des Bolschoj-Theaters vorweisen.

Mit dem Bau der Arena, prognostizierte Gesamtkosten 10 Mrd. Rubel (238 Mio. Euro) soll nach bisherigen Planungen bereits im kommenden Jahr begonnen werden. Wer den Spaß bezahlen wird, ist noch nicht ganz klar.

Für etwa die Hälfte der Kosten rechnet Gouverneur Nikolai Zukanow fest mit einem Zuschuss aus dem föderalen Haushalt, für ein Drittel mit privaten Investoren, die dann auch entsprechend am künftigen Betrieb des Nobelstadions beteiligt werden sollen.

Und was passiert, wenn Kaliningrad gar nicht zu den Austragungsorten der Fußball-WM 2018 zählen wird? Gouverneur Zukanow war sich dieser Unsicherheit bewusst, als er im Sommer entschied, das Stadion bauen zu lassen.

„Ich gehe fest davon aus, dass wir als Spielort dabei sein werden. Aber auch ohne WM macht der Bau des Stadions und des Sportkomplexes Sinn, einfach um die Attraktivität und die Lebensqualität in Kaliningrad zu verbessern.“



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