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| In Kaliningrad wird eine Straße innerhalb von zwei Monaten zum zweiten Mal saniert (Foto TV) | |
Donnerstag, 18.11.2010
Kaliningrad: Protest gegen doppelte Straßensanierung
Kaliningrad. Zwei Probleme gebe es in Russland, heißt eine alte Volksweisheit: Die Straßen und Idioten. In Kaliningrad treffen nun beide Probleme zusammen. Bürokratisches Schildbürgertum und schlechte Straßen.
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Igor Komarow erlebt ein Deja-vu: Vor seinem Haus sind schwere Bagger damit beschäftigt, den Asphalt aufzureißen. „Wir sind verwundert, warum plötzlich die Arbeiten begonnen haben. Der Asphalt war völlig in Ordnung. Er wurde erst vor kurzem verlegt“, erklärte der Kaliningrader.
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Straßensanierung für Touristen Genauer gesagt, wurde die Straße gerade erst vor zwei Monaten saniert. Davor hatten tatsächlich jede Menge Schlaglöcher den Autofahrern das Leben schwer gemacht. Doch im September wurde ein Denkmal für den Komponisten Frederic Chopin in der Nähe aufgestellt wurde. Zur Eröffnung sollten auch ausländische Gäste kommen. Die Stadtverwaltung fürchtete um ihr Image und besserte die Straße aus – mit Mitteln aus dem Stadtsäckel.
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So weit, so gut. Doch plötzlich bekam Kaliningrad Geld aus dem föderalen Haushalt für die Straßensanierung. Statt nun die ebenfalls stark reparaturbedürftigen Nebenstraßen zu asphaltieren, wurde die gleiche Straße noch einmal aufgerissen.
Alles hat seine Ordnung Die Proteste der Bürger prallen bei der Stadtverwaltung ab: Anna Kokorina, Leiterin der Abteilung für Sanierung bei der Stadtverwaltung erklärt die doppelte Straßensanierung für völlig normal. Geld gebe es nur für konkrete Projekte aus dem Haushalt. Dieses Projekt sei nun bestätigt worden. Daher müsse das Geld auch für die Renovierung dieser Straße verwendet werden, sagte sie.
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„Sie wurde ins Programm aufgenommen. 143 Straßen wurden bestätigt, es wurden Kostenvoranschläge und Projekte gemacht. Wissen Sie, wie schwer das ist“, klagte die „leidgeprüfte“ Beamtin. Offenbar ist es den Beamten der russischen Ostseeprovinz nicht zuzumuten, selbständig zu denken und Projekte notfalls zu ändern.
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Stattdessen werden nach dem Motto: „Doppelt hält besser“ einige Millionen Rubel in Kaliningrad verbuddelt. Dafür haben die Kaliningrader bald eine schöne neu sanierte Straße – die sie vor einem Monat schon einmal hatten.
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Wolf47 27.11.2010 - 00:09
Straßensanierung
dieses leidige Thema kennen wir auch in Deutschland, es ist eben zuviel Geld da obwohl Städte und Gemeinden klagen, kein Geld. Diejenigen, die es ausgeben müssen es ja nicht bezahlen, da wird dann an anderer Stelle gespart.
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