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| Dom-Sowjetow: Krasser Stilmix: Königsberger Schloss (Plakat) und Rätehaus. (Foto: Plath/.rufo) | |
Sonntag, 11.03.2007
Kaliningrad: Neuaufbau der historischen Stadtmitte
Kaliningrad. Das ambitionierteste Städtebau-Projekt Russlands nimmt in Kaliningrad Gestalt an: Schon 2008 soll der Wiederaufbau des seit Jahrzehnten brachliegenden Areals um den einstigen Königsberger Schlossplatz beginnen.
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In der historischen Stadtmitte, wo bislang nur das nie fertiggestellte "Haus der Räte" aufragt, sollen bis 2010 hinter diesem Betonklotz des „Dom Sowjetow“ mehrere futuristisch anmutende Wolkenkratzer aus dem Boden gestampft werden.
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Jetzt schon laufen bereits die Planungen, vor diesem ehemaligen Symbol der Sowjetmacht das alte Königsschloss wieder aufzubauen. Und recht weit fortgeschritten ist ebenfalls im Stadtzentrum der Aufbau des neuen „Fischdorfs“ am Ufer der Pregola, in dem auch historisierende Architekturelemente verwendet werden.
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Zu dem Futurismus-Komplex am „Dom Sowjetow“ soll auch ein Grand-Hotel mit 400 Zimmern gehören. Allein diese Luxusherberge schlägt laut Projekt mit Baukosten von 42 Millionen Euro zu Buche. Die Gesamtinvestion für den Wiederaufbau des Schlossplatz-Quartiers beziffert Stadt-Pressechefin Lidia Pimenowa mit rund 170 Millionen Euro.
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| Seit Jahrzehnten Brachland: Kaliningrads historische Stadtmitte. (Foto: Plath/.rufo) | |
Gebaut werden soll unter anderem ein so genanntes Multifunktions-Center, das auf den sinnigen Namen "Sedmoje Nebo" (Siebter Himmel) hört - ein moderner Glas-Stahl-Komplex mit Panorama-Restaurant, Shoppingmeile und einem weiteren Hotel. Bereits in diesem Jahr wird mit dem Bau eines neuen Musiktheaters am südöstlichen Ufer des Schlossteiches begonnen werden.
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Rätehaus wird "angehübscht"
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Für das Rätehaus sieht das Schlossplatzprojekt ein "Facelifting" vor - mit verkleideter Fassade und einer Glaspyramide auf dem Dach soll der Sowjet-Koloss verschönt und dem futuristisch-modernen Baustil der neuen Stadtmitte angepasst werden.
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Wer oder was dann freilich in den angehübschten Betonklotz einziehen soll, ist völlig offen.
Die Wiederaufbaupläne werden in Kaliningrad heftig diskutiert und haben beileibe nicht nur Befürworter. Die Gegner kritisieren vor allem die architektonische Seelenlosigkeit der modernen Geschäftsbauten und Hochhäuser, die aussehen wie in jeder x-beliebigen Großstadt.
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Vollends zum stilistischen Kontrastprogramm zum Beton- Areal dürfte der Wiederaufbau des Königsberger Schlosses werden. Die Planung für dieses Megaprojekt, veranschlagt mit 100 Millionen Euro, läuft bereits auf Hochtouren. Das Schloss wird zwar keine Kopie, aber die äußere Kontur solll sich eng am Original orientieren.
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Das Projekt des Wiederaufbaus des Kaliningrader Stadtzentrums wird vom 13. bis 15. März auf der Internationalen Immobilienmesse "MIPIM-2007" in Cannes (Frankreich) vorgestellt.
(tp/.rufo)
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