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| In dem Fotoarchiv befinden sich auch historische Aufnahmen des im Krieg zerstörten und heute renovierten Kantdoms. (Foto: sl/.rufo) | |
Dienstag, 29.04.2008
Kaliningrad: München übergibt Königsberger Fotoarchiv
Kaliningrad. Das Museum „Friedländer Tor“ hat ein einzigartiges Geschenk erhalten: Ein Königsberger Fotoarchiv aus den Jahren 1943 bis 1945, digital aufbereitet vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München.
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Zu sehen sind auf den Farbfotografien Fresken und Innenausstattungen der wertvollsten historischen Gebäude Königsbergs, darunter das Königsberger Schloss und der Kantdom. Das Kaliningrader Museum erhielt insgesamt 917 Abbildungen von 19 Objekten aus dem gesamten Gebiet.
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Die Aufnahmen sind im Zuge des „Führerauftrags Farbfotografie“ entstanden, den die Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg wegen der absehbaren drohenden Zerstörung durch Bombenangriffe ausführten.
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Nazisammlung von Kunstschätzen
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Sämtliche kunstvollen Wand- und Deckenmalereien im Reichsgebiet sollten möglichst farbgetreu dokumentiert werden. Die Großkampagne wurde von professionellen und Laien-Fotografen aus allen Sparten der Bevölkerung unter hohem Risiko bis zum Kriegsende durchgeführt.
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Der größte Teil der Aufnahmen ist erhalten geblieben und befindet sich seit 1956 im Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. Die Sammlung umfasst insgesamt 39.000 Farbdiapositive, die vollständig archiviert und der wissenschaftlichen Forschung zugänglich sind. Einzige Aufnahmen von im Krieg zerstörten Gebäuden
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Die jetzt übergebenen Fotografien aus dem ehemaligen Königsberg sind besonders wertvoll, weil mehr als die Hälfte der aufgenommenen Gebäude entweder durch den Krieg vollständig zerstört wurden oder nur noch als Ruine existieren.
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Es sind die letzten Aufnahmen von historischen Bauschätzen in der Region und oftmals auch die einzigen. Die Abbildungen können helfen, die noch erhaltenen Gebäude originalgetreu zu restaurieren.
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Umfassende Systematisierung steht bevor
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Zuerst müssen die Abbildungen aber ihrerseits vom Museum systematisiert, aufbereitet und untersucht werden, um historische Auskünfte geben zu können. Irina Koschewnikowa, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums „Friedländer Tor“: „Uns steht eine große Arbeit bevor.“
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Zur feierlichen Präsentation des elektronischen Archivs im Museum „Friedländer Tor“ letzte Woche waren Guido Herz, deutscher Generalkonsul in Kaliningrad, und Wladimir Jarosch, stellvertretender Kulturminister des Gebiets Kaliningrad, gekommen.
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