Kaliningrad. Das neue Jahr naht und mit ihm gleich im Januar ein kulturelles Großereignis in Kaliningrad: Das Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) aus Leipzig plant am 23. Januar ein Konzert im Königsberger Dom.
Die Vorbereitungen für das Gastspiel laufen seit Wochen, unterstützt vor Ort unter anderem vom Deutschen Generalkonsulat. Auch der Besuch des Botschafters der Russischen Föderation in der Bundesrepublik, Wladimir Kotenjow, bei MDR-Intendant Udo Reiter in der vorigen Woche galt dem geplanten Konzert.
Für den 19. Januar 2010 kündigt der Sender den Start seines Programmschwerpunkts "Kulturbrücke Kaliningrad" an. Weitere Informationen zum Konzert, eine multimedial aufbereitete Geschichte des Königsberger Doms in Kaliningrad sowie eine Programmübersicht soll es ab Anfang Januar unter www.mdr.de/kaliningrad geben.
Das Sinfonieorchester des MDR, gegründet 1923, ist das älteste Radio-Orchester Deutschlands und gilt bis heute als eines der lebendigsten und innovativsten Ensembles seiner Art. Neben der Präsenz in Hörfunk und Fernsehen begeistert es mit alljährlich über 60 Konzerten und einer Vielzahl von Projekten ein großes Publikum.
Gastspielreisen führten das Orchester in den letzten Jahren unter anderem in die Schweiz, die Niederlande, nach Tschechien, Polen, Italien, China, Kuba, Japan, Österreich und Spanien.
In der Straßenkinder-Betreuungsstätte Jablonka (Apfelbäumchen) bekommen diese Kaliningrader Kinder, was ihnen in ihren sozial zerrütteten Familie versagt blieb: ein warmes Zuhause, Fürsorge, geregelte Mahlzeiten. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche leben in Kaliningrad auf der Straße - bei den derzeitigen Temperaturen der blanke Horror. (Topfoto: Plath/.rufo)