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| 675 Jahre ist es her, dass der Königsberger Dom seine Baugenehmigung bekam (Foto: tp/.rufo) | |
Freitag, 05.09.2008
Kaliningrad: Konzertwoche zum Domjubiläum
Kaliningrad. Der Königsberger Dom hat Geburtstag – und einen „runden“ dazu. 675 Jahre ist es her, seit Ordenshochmeister Luther von Braunschweig den Bau eines Doms auf der Pregelinsel Kneiphof erlaubte.
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Zu bauen hatte Johannes Clare, der ehrgeizige Bischof des frisch christianisierten Samlandes, schon etwas eher begonnen. Doch den Rittern des Deutschen Orden geriet das, was da unterhalb ihrer Burg „Königsberg“ als Chor eines vermeintlichen Gotteshauses aus dem sumpfigen Boden wuchs, zu wuchtig, zu wehrhaft, zu machtvoll.
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So ging das nicht. Flugs stoppte der Orden den Bau und schloss einen neuen, quasi baurechtlichen Vertrag, in dem Bischof Johannes sich verpflichten musste, eine Kirche „geziemend und bar jeder kriegerischen Verwendbarkeit“ zu errichten...
Die entsprechende Vertragsurkunde, ausgestellt am 13. September anno 1333, gilt seither als offizielles Gründungsdokument des Königsberger Doms.
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Eine Woche Fest-Musik Anlässlich des Jubiläums veranstaltet das Deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad gemeinsam mit örtlichen Partnern vom 5. bis 13. September eine Woche der Chor- und Instrumentalmusik.
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Neben dem Kaliningrader Sinfonieorchester unter Leitung von Arkadi Feldman und dem Chor des Theaters Saratow treten auch Solisten aus Deutschland auf, unter anderem im Rahmen der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach am 7. September und Ludwig van Beethovens berühmter 9. Sinfonie am 9. September.
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| Gute Akustik will gefüttert werden: Die neue Dom-Orgel (foto: tp/.rufo) |
Zweifellos ein Höhepunkt der musikalischen Jubiläumswoche ist das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart (11. September). Mit diesem bewegenden Werk wurde am 24. Oktober 1998 (also vor ziemlich genau zehn Jahren) in dem bis auf den letzten Platz besetzten Dom die Fertigstellung des neuen Daches gewürdigt.
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Der Festakt und das von russischen und deutschen Musikern gemeinsam aufgeführte Konzert krönte damals einen denkwürdigen Tag nicht nur für den Wiederaufbau dieser geschichtsträchtigen gotischen Kirche, sondern auch als Symbol für die europäische Öffnung der jahrzehntelang abgeriegelten Stadt Königsberg-Kaliningrad.
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Die Woche der Chor- und Instrumentalmusik im Dom beginnt am 5. September mit einem Konzert des Theaterchores Saratow. Zum Finale wird am 13. September die große Schuke-Orgel in einem Abend für Orgel- und Orchestermusik ihre Stimme erheben.
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Die Konzerte beginnen jeweils um 18 Uhr. Weitere Informationen unter kaliningrad.diplo.de
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