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| Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen Dr. Christoph Bergner (Foto: bergner.de). | |
Donnerstag, 23.08.2007
Kaliningrad: Keine deutsche Hilfe für Übersiedler
Kaliningrad. Für viele Russlanddeutsche ist die Rückkehr nach Kaliningrad eine verlockende Perspektive. Boomende Wirtschaft und neue Jobs locken. Die Bundesregierung versagt den Ausreisewilligen jedoch ihre Unterstützung.
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„Deutschland wird Russlanddeutschen, die aus der Bundesrepublik nach Kaliningrad übersiedeln wollen, keine Unterstützung gewähren, weder finanziell noch moralisch“. Das betonte Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, auf einer Pressekonferenz zum Abschluss einer zweitägigen Visite in der russischen Ostsee-Exklave.
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Angesichts des Geburtenrückgangs in Deutschland, einer zunehmenden Überalterung der Gesellschaft und des in den nächsten Jahren verstärkt drohenden Fachkräftemangels könne niemand erwarten, dass man den Weggang von jungen und ausgebildeten Arbeitskräften, um die das Kaliningrader Gebiet ja vorwiegend werbe, noch fördere, so Bergner.
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Russen wollen nach Hause
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Nach Angaben der Regionalregierung gibt es in Deutschland mehrere tausend Russlanddeutsche, die nach Kaliningrad übersiedeln wollten – vor allem eines Arbeitsplatzes und der guten Entwicklungsperspektiven der westlichsten Region Russlands wegen. Der deutsche Aussiedlerbeauftragte bestätigte dies, ohne Zahlen zu nennen. Dabei spiele auch die Nähe der Exklave zu Deutschland eine Rolle.
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Kaliningrad als Brückenkopf
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Viele potenzielle Übersiedler wollten ihre Verbindungen nach Deutschland keinesfalls abbrechen. „Insofern kann das Kaliningrader Gebiet künftig die Rolle einer Brücke zwischen Russland und Deutschland spielen und helfen, dass sich beide Länder weiter annähern.“ Er stellte Erleichterungen bei der Visaerteilung für Russen in Aussicht, die Verwandte in Deutschland haben.
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Vom wirtschaftlichen Aufschwung in Kaliningrad zeigte sich Christoph Bergner beeindruckt - insbesondere, „dass auch Deutsche daran beteiligt sind“. Die demographischen Probleme müsse die Region aber allein lösen. „Dabei können wir nicht helfen.“
(tp/.rufo)
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