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| Die neue Orgel. Konzerte finden im Dom zu Kaliningrad wöchentlich statt. (Foto: Plath/.rufo) | |
Montag, 07.09.2009
Kaliningrad: Internationales Orgel-Musik-Festival läuft
Kaliningrad. In Kaliningrad ist der 6. Internationale Michail-Tariwerdijew-Orgelwettbewerb eröffnet worden. Er gilt als renommiertes Festival der Orgelmusik in Russland - und zieht junge Talente aus aller Welt an.
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An der sechsten Auflage des Tariwerdijew-Wettbewerbs nehmen insgesamt 19 Organisten aus zehn Ländern teil. Sie absolvierten zuvor Auswahletappen in Hamburg und Moskau.
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Dabei qualifizierten sich neun überwiegend junge Musiker als besonders talentvoll heraus: Tatjana Lukjanowa und Ilsijar Suleimanowa aus Russland, die Deutschen Kristian Drengk, Sebastian Küchler und Moritz Schot, Batist Dupon (Frankreich), Khan Khan Yong Lan (Südkorea), Julija Tamminen (Finnland) sowie Agoston Toka (Ungarn).
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In Kaliningrad werden sie ausgewählte Werke auf zwei sehr verschiedenen Instrumenten zu Gehör bringen: auf der Konzert-Orgel der Kaliningrader Philharmonie in der ehemaligen Katholischen Kirche und auf der Schuke-Orgel im Königsberger Dom, die als größte Orgel Russlands gilt. Dem Sieger des Wettbewerbs winken 5.000 Dollar Preisgeld und eine Engelstatue mit Flügeln aus Bernstein.
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Tschernobyl-Symphonie im Pflichtprogramm
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Der seit 1999 alle zwei Jahre veranstaltete, erste Internationale Orgelwettbewerb Russlands ehrt den Komponisten Michail Tariwerdijew (englische Schreibweise Tariverdiev), der hierzulande nicht nur als Autor vieler Filmmusiken, Opern und Vokalzyklen, sondern auch für mehrere großartige Orgelwerke bekannt und populär ist.
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Akkorde aus seinem Orgelkonzert Nr. 1 "Kassandra" eröffnen und beschließen traditionell das Festival und sind zu einer Art Talisman des Wettbewerbs geworden.
Im Pflichtprogramm haben die teilnehmenden Organisten ein Stück aus Tariwerdijews eindrucksvollstem Orgelwerk zu spielen: der 1987 komponierten "Tschernobyl"-Symphonie.
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Zu den Zielen des Wettbewerbs zählt es, Russland und Europa auf künstlerischem Wege füreinander zu öffnen, den musikalischen Dialog der Kulturen zu fördern. Kurator des Festivals ist nicht von Ungefähr Außenminister Sergej Lawrow.
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Auch auf den Austragungsort Kaliningrad fiel die Wahl nicht zufällig. Die Stadt ist so etwas wie die Orgelkapitale Russlands: Im ehemaligen Königsberg hat die jahrhundertealte Tradition der Orgelmusik, in Russland musikgeschichtlich ansonsten eher fremd, eine lebendige Fortsetzung gefunden.
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Vor allem der Neubau der großen Domorgel ließ auch international renommierte Organisten aufhorchen, einige gaben in der Ostseestadt inzwischen ein Konzert.
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