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Donnerstag, 14.10.2004
Kaliningrad: AIDS-Kranke fordern ihre Rechte
Kaliningrad. In einer Protestaktion haben sich in Kaliningrad rund 15 HIV-Infizierte an die Eingangstüren des Kaliningrader Rathauses gekettet. Mit Losungen wie „Unser Tod - eure Schande“ und „Während Ihr hier sitzt, sterben wir“ wollte die Gruppe „FRONT-Aids“ auf die katastrophale Situation in der Versorgung von HIV-Erkranken in den staatlichen medizinischen Einrichtungen des Kaliningrader Gebietes aufmerksam machen.
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Die Gruppe „FRONT-AIDS“ kritisierte, dass es, ungeachtet eines föderalen Gesetzes, welches HIV-Erkrankten des Recht auf kostenlose Behandlung in staatlichen medizinischen Einrichtungen zuspricht, im Kaliningrader Gebiet viel zu wenig Behandlungsangebote für AIDS-Erkrankte gibt.
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Ihren Angaben zufolge sind aufgrund der unzureichenden Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren mehr als 700 Menschen in Kaliningrad an der Seuche gestorben. 5.000 sollen HIV-infiziert sein.
In einer Erklärung forderte „FRONT-AIDS“ deshalb, ausreichende Therapieangebote für alle Erkrankten - ungeachtet ihres Erkrankungsgrades und sozialen Status - zu schaffen. Ihren Worten zufolge fördert die weitere Diskriminierung der Erkrankten und die gegenwärtige Ignoranz in der Politik eine noch stärkere Ausbreitung der AIDS-Epidemie.
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Die Protestaktion vor dem Kaliningrader Rathaus wurde rund vierzig Minuten nach ihrem Beginn von der herbeigerufenen Miliz beendet, die die Demonstranten von ihren Handschellen befreite und abgeführte.
(jm/.rufo)
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