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Montag, 22.11.2004
Großes Strassenbauprogramm zum Stadtgeburtstag
Kaliningrad. Strassenbauer im Stress: Geht es nach der Stadtverwaltung sollen in Kaliningrad in den nächsten sieben Monaten so viele Strassen repariert werden, wie in den letzten fünf Jahren nicht. Grund für die Kraftanstrengung: Das Stadtjubiläum im Juli 2005, zu dem alle wichtigen Hauptstrassen mit glatter Asphaltdecke "nach Eurostandard" versehen sein sollen.
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Autofreundlich
Geplant ist unter anderem die vollständige Erneuerung der nördlichen Ausfallstrassen Uliza Newskowo und Uliza Gorkowo, die nebenbei als Beispiel für Kaliningrads autofreundliche Stadtplanung dienen kann. Denn um den Verkehr im staugeplagten Kaliningrad zum Fließen zu bringen, wollen die Stadtoberen die Tramgleise entfernen und beide Strassen vierspurig ausbauen lassen. Auch der Platz am Königstor/ Korolewskaja Worota soll nach den Plänen der Lokalpolitiker zum Verkehrsknotenpunkt entwickelt werden.
Neben den großen Hauptstrassen werden einige Brücken sowie das Pregelufer in Ordnung gebracht. Dort ist unter anderem die Erneuerung der Uferstrassen sowie der Bau von Anlegestellen geplant.
Unsichere Finanzierung
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Die Stadtverwaltung veranschlagt für ihr großangelegtes Bauprogramm 1,25 Milliarden Rubel (rund 34 Millionen Euro). Das Geld soll dabei zu Teilen aus dem föderalen und regionalen Haushalt, der Stadtkasse sowie von privaten Investoren stammen, der Rest durch Bankkredite gedeckt werden. Ein äußerst wackliges Finanzierungskonzept, denn von föderaler Seite hat German Gref, Russlands Wirtschaftsminister, gerade einmal 100 Millionen Rubel (rund 2,7 Millionen Euro) in Aussicht gestellt, Stadt und Gebiet Kaliningrad selbst schwimmen auch nicht eben im Geld.
Eine schöne Stadt
Kaliningrads Bürgermeister Juri Sawenko behauptet trotzdem, dass der Großteil der Bauarbeiten Mitte Juni 2005 vollendet sein wird. Die bereits jetzt staugeplagten Kaliningrader müssen sich jedenfalls auf erhebliche Verkehrseinschränkungen einstellen. Schon vor einigen Wochen hatte der Bürgermeister versucht, dafür um Verständnis bei seinen Bürgern zu werben: „Das wird zwar unangenehm, aber dafür haben wir dann eine schöne Stadt und schöne Strassen.“
(jm/.rufo)
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