|
Dienstag, 12.07.2005
Erotisches Kinofestival in Kaliningrad
Kaliningrad. Ein ausgefallenes Sommergeschenk machte das Kaliningrader Kino „Sarja“ seinen Besuchern im Juli: Das Festival des erotischen Films. Das Schockierendste steht den Zuschauern aber wohl noch bevor.
|
|
Die sechs Filme, die im Rahmen des Festivals laufen, drehen sich alle direkt oder indirekt um das Thema Sex. Unter ihnen gibt es Komödien, Dramen und sogar das unikale Genre des erotischen Musicals.
Zuschauer verließen den Saal
|
Begonnen hat das Festival mit Rodrigo Bellots Film „Sexuelle Abhängigkeit“. Der Film, der 2003 in Locarno mit dem Fipresci-Preis ausgezeichnet wurde, rief beim Publikum geteilte Reaktionen hervor. Einige Zuschauer, durch den vielversprechenden Namen angelockt, verließen recht schnell den Saal, nachdem sie sich davon überzeugt hatten, dass es keine „heißen Szenen“ gab. Der Film legte tatsächlich den Akzent mehr auf den sozialen als auf den physischen Aspekt der Sexualität. Sehenswert ist der Film jedoch allemal. Seine künstlerische Besonderheit besteht in der geteilten Leinwand, um zwei Handlungen gleichzeitig zu zeigen.
Dramen und Komödie im Rahmen des Festivals
|
Während auch bei „Sansa“ und „The Woodsman“ die Betonung auf der psychologischen Seite der Sexualität liegt, gewährt der britische Film „9 Songs“ sehr offene Einblicke. Regisseur Michael Winterbottom versucht eine Brücke zwischen Rock-Musik und Sex herzustellen. Energiegeladene Musik wechselt mit nicht minder energiegeladenen Sex-Szenen.
Die einzige Komödie im Reigen der erotischen Filme ist „Töte Freud“. Keine heißen Szenen, dafür Gespräche, die sich ausschließlich um „das“ Thema drehten und jede Menge Humor erwarteten die Zuschauer.
Schockierender Abschluss des Festivals steht noch bevor
Den schockierenden Abschluss des Festivals stellt das Erotik-Musical „The wayward cloud“ dar, das am 22./23. Juli gezeigt wird. Dem Publikum wird ein skandalöses Spektakel geboten, bei dem der Grat zwischen Erotik und Pornographie so schmal ist, dass er kaum zu bemerken ist. Die meisten Kritiker tendieren bei dem auf der Berlinale preisgekrönten Film zur zweiten Version und nennen „The wayward cloud“ ein Porno-Musical.
(ls/ab/.rufo)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>