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| Computeranimation der neuen Zugbrücke | |
Montag, 30.05.2005
Brückenschlag im Großprojekt Fischdorf
Kaliningrad. Seit zwei Jahren gibt es Pläne zum Bau des Touristenkomplexes „Fischdorf“ am Pregel-Ufer in der Nähe der Dominsel. Zum 750. Stadtjubiläum soll nun zumindest die historische Zugbrücke fertig werden.
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Die Pläne der „Company für Projektfinanzierung“ sind hochfliegend: Für rund 100 Millionen Euro soll am Pregel auf einer Uferlänge von 900 Metern ein ganzes Stadtviertel aus insgesamt 14 Gebäudekomplexen entstehen. Durch die Architektur, die ein wilder Stil-Mix aus Romanik, Gotik, Barock, Klassizismus und Jugendstil ist, wird „Kaliningrad ein Stück seines klassischen Antlitzes zurückerhalten“ - so zumindest die Überzeugung der Investoren.
Disneyland Königsberg
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Ein Leuchtturm, nachgebaute Hafen- und Speichergebäude, Markthallen und Schiffsanlegestellen: Von außen soll alles an die Zeit Königsbergs erinnern. Innen wird es hingegen ganz neuzeitlich zugehen. Unter anderem sollen in dem Komplex Restaurants, Cafés, Diskotheken, Einkaufspassagen, Hotels, Galerien, Juwelierswerkstätten, Büroräume, ein Amphiteater sowie ein Kongresszentrum unterkommen.
Verzögerter Baustart
Doch zwei Jahre lang kündigten lediglich Hochglanzprospekte und bunte Computeranimationen von dem millionenschweren Großprojekt auf der seit Jahrzehnten brach liegenden Fläche. Im November 2004 entschieden die Investoren dann zusammen mit der Stadtverwaltung, zur 750-Jahrfeier zumindest die Uferpromenade sowie die historische Zugbrücke fertig zu stellen: Die Organisatoren der Jubiläumsfeierlichkeiten wünschten sich, dass es darauf zu einem symbolischen Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder kommen sollte.
Probleme auf der Großbaustelle
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| Das ist bislang alles: Die Klappbrücke im Bau (foto: jm/rufo) | |
Doch noch gleicht das Areal einer Großbaustelle. Wie Pawel Sarkisow, Chef des Komitees für Bau- und Verkehrswesen bei der Kaliningrader Stadtverwaltung vor Journalisten zugab, ist „die Situation auf der Baustelle des Fischdorfes ziemlich schwierig“. Es habe dort unerwartete Probleme beim Einrammen der Pfähle für die neue Uferbefestigung gegeben, wodurch der Zeitplan erheblich durcheinander geraten sei. Eigentlich sollten die Arbeiten Ende Mai beendet werden. Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass sie zumindest bis zum Stadtjubiläum Anfang Juli alles fertig bekommen.
Anwohnerunfreundlich
Dafür wird auf der Baustelle mittlerweile Tag und Nacht gearbeitet. Die Brückenpfeiler stehen schon, gegenwärtig werden mit Hilfe eines Schwimmkrans die eigentlichen Zugbrücken montiert. Auch an der Uferbefestigung wird an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut. Die rythmischen Schläge beim Einrammen der Pfeiler nerven die Anwohner seit Wochen.
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Ob Präsident Putin und Bundeskanzler Schröder allerdings Lust haben, sich Anfang Juli in Kaliningrad auf einer gerade so weggeräumten Baustelle die Hände zu schütteln, ist noch immer unklar. Offiziell gab es bislang weder eine Zu- noch eine Absage.
(jm/.rufo)
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