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| Boeing der KD Avia | |
Donnerstag, 08.03.2007
Boeing von KD Avia muss in Moskau notlanden
Kaliningrad. Eine Boeing 737-300 der Kaliningrader Fluggesellschaft KD ist gestern bei Moskau nur knapp einer Katastrophe entgangen. Ein Vogel ist ersten Angaben zufolge ins Triebwerk geraten.
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Die Maschine war gegen 6.34 Uhr Ortszeit auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo mit Ziel Scham el Scheich gestartet, an Bord waren 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Kurz nach dem Start kam es laut Pressemitteilung zu heftigen Störungen im linken Triebwerk des zweistrahligen Jets.
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Boeing kreiste über Flughafen, um Treibstoff abzulassen
Die Piloten schalteten die schadhafte Turbine sofort ab, meldeten einen Notfall und brachen den Startvorgang ab, um die angeschlagene Maschine auf einen vom Tower festgelegten Havarie-Luftkorridor einzuschwenken. Fast eine Stunde kreiste die blauweiße Boeing in der Nähe des Airports und ließ Treibstoff ab, ehe sie mit nur einem Triebwerk zur Notlandung ansetzte und um 7.35 Uhr sicher auf der Landebahn aufsetzte.
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Die Passagiere blieben unverletzt. Als sie ihren Ägypten-Flug nach einigen Stunden mit einer bereitgestellten Ersatzmaschine antraten, wurde der havarierte Jet bereits von einer Kommission der Föderalen Behörde für Transportuntersuchungen (Rostransnadsor) unter die Lupe genommen.
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Vogel im Triebwerk führte zum Ausfall der Turbine
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Am Abend meldete der Kaliningrader Radiosender Baltik-Plus unter Berufung auf KD-Avia-Direktor Leonid Iskow, dass das Triebwerk wahrscheinlich durch den Zusammenprall mit einem großen Vogel ausfiel. Entsprechende Spuren - Blut, Federn und Kadaverreste - seien auf der Tragfläche und am Rumpf festgestellt worden. Iskow dementierte Medienberichte, nach denen im Triebwerk ein Feuer ausgebrochen sei. Es habe keinen Brand gegeben, sagte er. Rostransnadsor hat die offizielle Ursache allerdings noch nicht bekannt gegeben. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß es.
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Die Havarie ist der bisher schwerste technische Vorfall in der Flotte der Kaliningrader Airline, die seit zwei Jahren ausschließlich auf (gebrauchte) Flugzeuge des amerikanischen Typs Boeing setzt. Im Juni 2005 wurde die letzte russische Maschine abgeschafft - eine in russischen Fliegerkreisen bis heute umstrittene Entscheidung. Technische Pannen, die seither mehrfach auftraten, wurden entsprechend heftig diskutiert. Im vorigen Jahr geriet KD Avia in die Schlagzeilen, als die Kaliningrader Staatsanwaltschaft das Unternehmen wegen mutmaßlicher Schwachstellen in der Flugsicherheit untersuchte. Verstöße wurden freilich nicht festgestellt.
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KD Avia setzt auf geleaste Westflugzeuge
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Die geleasten Boeing von KD Avia, allesamt Maschinen der Modifikation 737-300, sind im Schnitt zehn Jahre alt. Derzeit stehen 16 Jets in Diensten der Fluggesellschaft, bis Ende dieses Jahres soll die Flotte auf 20 Maschinen erweitert werden.
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Das Schwerpunktgeschäft von KD Avia liegt im Liniendienst zwischen Kaliningrad, Moskau und St. Petersburg. Seit Dezember 2005 sind dreimal wöchentlich (dienstags, freitags und sonntags) Direktflüge von und nach Berlin-Tegel im Angebot, ab diesem Jahr soll das Liniennetz um Sommerflüge (ab 15. Juni, bis Ende Oktober) von Hamburg, Hannover, Düsseldorf und München erweitert werden.
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(tp/.rufo)
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