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Die schöne Agentin Anna Chapman macht jetzt Jagd auf das Bernsteinzimmer. (Foto: Maxim)
Die schöne Agentin Anna Chapman macht jetzt Jagd auf das Bernsteinzimmer. (Foto: Maxim)
Freitag, 21.01.2011

Agent 90-60-90 startet TV-Karriere mit Bernsteinzimmer

Kaliningrad. Heute hat die enttarnte Spionin Anna Chapman ihr Fernsehdebüt. In der neuen Reihe „Die Geheimnisse der Welt“ geht es um das rätselhaft verschwundene Bernsteinzimmer. Gedreht wurde in Kaliningrad.

Die schöne Agentin, die im letzten Sommer mit einer ganzen Spionengruppe in den USA enttarnt und nach Russland ausgewiesen worden war, stellt sich einer neuen Herausforderung: Nach Nacktfotos für das Männermagazin „Maxim“ und einem Bankerposten startet „006“ – so ihr Beiname – heute ihre TV-Karriere.

Bei Russland-Aktuell
• Bond-Girl Chapman erobert nun auch das Fernsehen (12.01.2011)
• Noch eine Ex-Agentin bekommt einen Versorgungsposten (12.01.2011)
• Spionage-Sternchen Chapman posiert in Unterwäsche (19.10.2010)
• Neuer Coup der Spionin Chapman: Eigenes Foto gestohlen (26.08.2010)
• Agententausch unter Freunden: Russland und USA quitt (09.07.2010)
Natürlich muss es etwas „Exklusives“ sein und geheimnisumwittert sowieso – einer Agentin steht etwas anderes gar nicht zu Gesichte. Also mag es kaum verwundern, dass Chapmans Sendung den verlockenden Namen „Die Geheimnisse der Welt“ trägt.

Ein ebenbürtiger Partner


Das erste dieser Geheimnisse führt den neuen Fernsehstar nach Kaliningrad. Es geht dabei um nicht weniger als das Aufspüren des auf sehr rätselhafte Weise seit Ende des Zweiten Weltkrieges verschollenen Bernsteinzimmers aus Petersburgs Vorortschloss in Zarskoje Selo.

Mit dem Kaliningrader Historiker und Heimatforscher Sergej Trifonow hat sie einen ebenbürtigen Partner gefunden. Spezialisiert auf Legenden und Mythen des alten Königsberg, ist er seit Jahren auf der Jagd nach dem Schatz, den der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. einst Zar Peter dem Großen geschenkt hatte.

Operative und umfassende Arbeit


Trifonow ist zufrieden mit der gemeinsamen Arbeit mit dem Filmteam von REN-TV: „Die Hauptarbeit haben wir im Vorlauf per Telefon erledigt, dann kam das Team mit Anna Chapman nach Kaliningrad und hat sehr operativ und umfassend gearbeitet“.

Einzelheiten will der rührige Schatzsucher nicht ausbreiten. Das dürfe er gar nicht, denn er habe eine Vereinbarung mit dem Sender unterschrieben, die ihm verbietet, aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Chapman muss noch einmal nach Kaliningrad


Soviel ist aber klar: Es geht bei dieser Geschichte um die Annahme, das Bernsteinzimmer läge in 13 Metern Tiefe unter dem einstigen Bunker von Königsbergs letztem Stadtkommandanten Otto von Lasch.

Bei Russland-Aktuell
• Kaliningrad elektrisiert: Bernsteinzimmer gefunden? (19.02.2010)
• Kant-Denkmal oder Bernsteinzimmer im Geheimbunker? (20.11.2009)
• Bakschisch öffnet Hintertür ins Bernsteinzimmer (06.08.2003)
• Bernsteinzimmer: Ein Mythos wird Realität (14.05.2003)
• Neueröffnung des Bernsteinzimmers (13.05.2003)
Nach Trifonows Worten wurde unter dem Lasch-Bunker ein Brunnen entdeckt. „Wenn das Wasser abfließt, werden wir ihn öffnen. Möglicherweise muss das Drehteam dann noch einmal kommen“, sagt er.

Und: „Es ist wahrscheinlich, dass der Brunnen uns zu einem unterirdischen Lagerraum oder sogar zum Bernsteinzimmer führt. Die Deutschen hatten es offensichtlich sehr eilig und es ist ihnen nicht gelungen, den Brunnen vernünftig einzubetonieren.“

Selbstentzündendes Kind als nächstes Thema


Bei seiner Suche hat Trifonow bisher nur einen Ring mit magischen Symbolen gefunden, der Albrecht von Brandenburg-Ansbach, dem ersten Herzog von Preußen und Hochmeister des Deutschritterordens, gehört haben soll.

Frau Chapman wird das Bernsteinzimmer in Kaliningrad (noch?) nicht gefunden haben, also ist es an der Zeit, über ihr nächstes Thema für „Die Geheimnisse der Welt“ zu spekulieren.

Möglicherweise wird es da um einen vierjährigen Jungen aus Sergijew Possad gehen, der sich selbst entzündet hat und fast verbrannt wäre.



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Karl-Heinz Kleine 01.02.2011 - 11:01

Bernsteinzimmer

Sehr geehrte Redaktion,

mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen ein Projekt vorstellen, das sich sicherlich zunächst abenteuerlich anhört, von dem wir aber trotzdem überzeugt sind.

Seit längerer Zeit beschäftigen wir uns mit der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer ( 8.Weltwunder ) und der Lebensgeschichte des Kriegsverbrechers Erich Koch, der als NS – Gauleiter von Ostpreußen den Raub des Bernsteinzimmers und vieler weiterer Schätze, wie z.B. 64 Kisten Gemälde aus Charkov und Kiew, den Prussenschatz u.s.w. initiiert haben soll. Wir haben uns durch vorhandene Archive und Biographien gearbeitet und die zahlreichen bisher erfolglosen Suchen nach dem Bernsteinzimmer analysiert.

Ausgewertet haben wir auch die vergebliche Suche der ehemaligen DDR – Staatssicherheit nach den geraubten Wertgegenständen und Schätzen. Dort standen alle technischen Voraussetzungen und der Zugang zu allen noch vorhandenen Akten zur Verfügung. Wieso fanden die Experten trotzdem nichts?

Erich Koch hatte zwei Lebenspunkte, seine Heimatstadt Wuppertal in Nordrhein-Westfalen und in Königsberg. In Wuppertal wurde er geboren, ging er zur Schule und war zuletzt bei der Reichsbahn beschäftigt, bevor er nach Königsberg ging. Dort regiert er mit eiserner Hand, hatte jederzeit Zugang zum Führerhauptquartier und war damit bestens über die militärische Lage informiert. Mit Sicherheit wusste er auch rechtzeitig vom Anmarsch der Roten Armee, um seine Beute in Sicherheit zubringen. Aber wohin?
Vor allem haben wir uns aber gefragt: Wie hätten wir gehandelt?

Unsere Theorie:


Ein Machtmensch wie Erich Koch hätte seine Schätze nicht an Göring oder anderen NS –Organisationen überlassen. Er hätte die Schätze auch nicht in fremden Regionen mit ungewisser politischer Zukunft gelassen, sondern dorthin bringen lassen, wo er sich gut auskannte und auch gute Chancen sah, nach dem Krieg dorthin zurückzukehren- in seine Heimat. Als ehemaliger Eisenbahner, standen ihm dazu Mittel und Wege offen, die Schätze per Waggon transportieren zu lassen.

Wuppertal hat eine große Zahl an Stollen, Bunker und unterirdische ehemalige Waffenfabriken, die als Versteck in Frage kommen und in denen bisher noch nie nach dem Bernsteinzimmer gesucht wurde. Wir haben damit begonnen, die annähernd 400 möglichen Verstecke, die wir nach breiter Recherche ins Auge gefasst haben, zu untersuchen.

Selbstverständlich ist alles mit den offiziellen Stellen der Stadt abgestimmt und wir erfahren von dort bemerkenswerte Unterstützung.

Die Suche ist allerdings natürlich sehr aufwendig. Es werden Helfer und Spezialgeräte benötigt.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben Veröffentlichen könnten und würden uns über ihre Rückmeldung unter den genannten Kontaktdaten freuen.



Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Kleine


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