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Einkaufslustige Kaliningrader. Winterliche Temperaturen stören weniger als die Krise (Foto: Plath/.rufo)
Einkaufslustige Kaliningrader. Winterliche Temperaturen stören weniger als die Krise (Foto: Plath/.rufo)

Kaliningrads Kudamm: Shopping, Souvenirs und Supermarkets

Zum Einkaufen sind wohl noch nicht viele westliche Touristen nach Kaliningrad gekommen, doch ein Shopping-Bummel lohnt sich hier durchaus schon. Die Zeiten der Mangelwirtschaft sind Geschichte - auch wenn viele Läden in Sachen Service und Freundlichkeit schon noch etwas zulegen können.

Kaliningrads "Kudamm" ist leicht zu finden. Es ist der Leninskij Prospekt, die autobahnbreite Hauptachse der Innenstadt. Hier prangt Reklame für italienische Schuhe, japanische Heimelektronik und Schweizer Uhren wie bunte Blüten an den Fassaden der 70er-Jahre-Wohnblocks, in deren umgebauten Erdgeschossen sich ein Laden an den anderen reiht.

Beidseits des Leninskij, am Sieges- und am Schlossplatz, bieten moderne Einkaufszentren wie das "Clover" oder „Kaliningrad Plaza“ ebenjenen Mix aus internationaler Markenmode, Cafés und Kino, wie er auch in deutschen Städten vor allem junge Leute anzieht.

Der Name des neuesten Shoppingtempels steht geradezu als Programm für diese bunte Konsumwelt in Russlands westlichster Großstadt Europa-Center.

Super- und andere Märkte



Auch (super)marktwirtschaftlich ist Kaliningrad im Westen angekommen. Die einheimischen Discount-Ketten Viktorija und Wester haben überall in der Stadt Filialen geöffnet, in denen es alles zu kaufen gibt, was man zum Leben braucht.

Kaliningrads derzeit angesagteste Shopping-Tempel:



Europa-Center (ul. Teatralnaja 30, am Pl. Pobedy), Kaliningrad Plaza (Leninskij Pr. 43, gegenüber Hotel Kaliningrad), Mega (ul. Uralskaja 18, Nähe Nordbahnhof, www.megacentre.ru) , Akropol (ul. Baranowa 24, am Zentralmarkt), Epizentr (ul. Baranowa 40, auch am Zentralmarkt), Clover City Center (pl. Pobedy, neben der Christi-Erlöser-Kathedrale)

Supermärkte:



Viktorija: am Südbahnhof (ul. Kiewskaja), am Gebietskrankenhaus (ul. 9. aprelja), auf der Oktober-Insel (ul. oktjabrskaja) gegenüber dem Fischdorf-Viertel, im Stadtteil Selma (ul. Gorkowo).

Cash & Carry: Moskowskij Prospekt 166-170 (östlich des Sackheimer Tores, etwas versteckt in einem Gewerbegebiet, eigentlich ein zur Viktorija-Kette gehörender Großhandel, aber auch für Einzelhandels-Kundschaft offen)

Viktorija betreibt außerdem noch die Ketten Djoschewo (russ. "Billig") und Kwartal - in Kaliningrad mehrfach und vielen anderen Städten vertreten.

Wester: auf dem Leninskij Prospekt, am Stadtausgang in Richtung Swetlogorsk/Rauschen und „Wester-City“ am Moskowskij Prospekt, Nähe Sackheimer Tor.

Geöffnet sind die Supermärkte bis spät abends, manche bis nach Mitternacht – sieben Tage die Woche. Ein Ladenschlussgesetz gibt es in Russland nicht.

Zentralmarkt (Zentralny Rynok)



Das Gegenstück zu den modernen Discountern ist der Rynok, der traditionelle Markt. Der Kaliningrader Zentralmarkt unweit des Siegesplatzes, ein basarhaftes Gewimmel aus mehreren hundert Einzelständen im verschachtelten Quartier des einstigen Königsberger Kürrassierregiments, ist einen Besuch wert, selbst wenn man gar nichts kaufen will.

Auf dem Zentralnyj Rynok gibt es alles: Fleisch und Fisch, Nudeln und Gebäck, Gewürze, exotische Salate, Berge von Obst und Gemüse. Hier verkaufen auch viele Kleingärtner und Bauern ihre Produkte, und je nach Jahreszeit werden Sie hier frische Pilze, Beeren und Gartenobst im Angebot finden – nicht vakuumverpackt und selten hygienisch rein, aber alles garantiert öko.

Der Markt ist ein Stück russischer Alltagskultur. Hier kaufen die einfachen Leute genauso gern wie die, die zu etwas mehr Geld gekommen sind.

Außerhalb Kaliningrads ist das Warenangebot unvergleichlich dünner. Einen Supermarkt findet man aber in jeder größeren Stadt, Lebensmittelläden (produktyj, magasin) auch in kleineren Ortschaften.

Matrjoschka & Co



Vor lauter Verwestlichung gehen traditionelle russische Mitbringsel in Kaliningrad ziemlich unter. Wer einen Samowar, sibirische Schkatulky (filigran verzierte Schnitzkästchen aus Birkenholz), die nach altrussischem Brauch bemalten Holzlöffel oder die berühmte Matrjoschka finden will, muss schon etwas suchen.

Russische Souvenirs gibt es zum Beispiel im Kunstgewerbeladen „Keramika“ am Schillerdenkmal oder im schummrigen Sammler-Labyrinth "Kollekzioner" im Seitenflügel des Südbahnhofes. Auf der Kurischen Nehrung verkaufen Künstler traditionelle russische Schnitzereien.

Eines hingegen werden Sie in Kaliningrad in jedem Andenkenladen finden: Königsberg-Motive von kitschig bis kunstvoll auf alles gedruckt, was sich verkaufen lässt.

Bernstein - Das "Gold der Ostsee"



Ein wirklich typisches Mitbringsel aus dem Kaliningrader Gebiet ist Bernstein. In Kaliningrad wird Bernstein in vielen Läden angeboten – die besten Juweliere findet man auf dem Leninskij und dem Prospekt Mira.

An den gängigen Touristenorten wie dem Dom und am Bernsteinmuseum bieten Straßenhändler das Ostseegold feil, oft erstaunlich günstig, aber Vorsicht: Es ist nicht alles Bernstein, was kunstharzfarben glänzt...

Ein schönes Angebot bekannt ist die Promenade in Swetlogorsk, allerdings haben die reichen Moskauer und ihr Kaufrausch die Preise in Rauschen in letzter Zeit ziemlich verdorben. Ohnehin ist Bernstein deutlich teurer geworden in Kaliningrad, allerdings immer noch deutlich preisgünstiger als in Litauen, Polen oder gar Deutschland.

Wer Bernstein (russ. Jantar) nicht bei den Straßenhändlern kaufen will: Rubin, Kaliningrads ältestes Juweliergeschäft und immer noch eins der besten, führt auch ein erlesenes Bernsteinangebot. (Leninskij Pr. 40)

Eine große Auswahl an Schmuck aus den Werkstätten einheimischer Bernsteinkünstler bietet Jantarnaja Schkatulka, die „Bernsteinschatulle“. (Leninskij Pr. 138) Schöne Stücke des Ostseegoldes finden Sie auch bei Russkij Jantar, dem Geschäft des Bernsteinwerkes Jantarnyj/Palmnicken (Sowjetskij Pr. 12)

Blumen



Zu Freunden eingeladen? Da sollte man keinesfalls Blumen vergessen, das ist Tradition in Russland. Den Strauß (russ. buket) bitte in ungerader Zahl und nicht unbedingt weiße Blumen - die symbolisieren hierzulande Trauer.

Die beste Auswahl haben Sie in dem bunten Pavillon vor der Luisenkirche, geöffnet täglich bis Mitternacht. (Pr. Mira 66/68). Ein zweites "Nest" von Blumenhändlern findet man auf dem Leninskij Prospekt südlich des Pregel - etwa in der Mitte zwischen Börse und der großen Kreuzung mit der ul. Bagrationa.

Wer es natürlich mag, wird am besten auf dem Zentralmarkt in der ul. Tschernjachowskowo fündig: Hier bieten viele Babuschki von Frühling bis Herbst Blumen aus dem Garten an.

Bücher



Das größte Buchgeschäft der Stadt ist Jantarnyj Skas im Erdgeschoss des Kaliningrader Pressehauses. Hier gibt’s auch gute Landkarten, wichtig für Touren durch das (schlecht bis gar nicht ausgeschilderte) Gebiet. (ul. Karla Marksa 18)

Zu empfehlen sind auch die „Knigi Knizhetschki“-Läden, die ein kleines Sortiment an oft zweisprachigen (russ./deutsch) Büchern zum Thema Kaliningrad/Königsberg und interessanten Bildbänden führen.

Einige Filialen: pl. Pobedy 1 (Rathaus), ul. Teatralnaja 21 (Kaufhaus Majak), ul. Prof. Baranowa 30 (Einkaufs-Center Epizentr).

Britannia, der Buchladen für ausländische Literatur in Kaliningrad, hat auch Deutschsprachiges im Angebot. Ul. Oserowa 19, www.britannia-kaliningrad.ru



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Der sibirische Frost hat auch Kaliningrad fest im Griff: Der Meteorologische Dienst sagt für das Wochenende Temperaturen von bis zu -30 Grad voraus. Im Ostseebad Selenogradsk ist man dann bereits nah am historischen Kälterekord: Am 25. Januar 1942 waren hier minus 33,1 Grad gemessen worden. ( Topfoto: Plath/.rufo)


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