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| Auch in Kaliningrad werden zu wenig Kinder geboren, die Bevölkerung geht daher zurück (Foto: Ballin/.rufo) | |
Donnerstag, 31.03.2011
Ziel verfehlt: Bevölkerung von Kaliningrad schrumpft
Kaliningrad. Das Gebiet Kaliningrad hat das Ziel verfehlt die Millionengrenze bei der Einwohnerzahl zu überschreiten. Im Gegenteil: Laut Volkszählung ist die Bevölkerungszahl in der Region zurückgegangen.
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Vor acht Jahren wurden in Kaliningrad noch etwas mehr als 955.000 Einwohner gezählt. Unter Gouverneur Georgi Boos (2005 - 2010 im Amt) hatte sich die Region anschließend aktiv um Umsiedler bemüht, die aus anderen GUS-Republiken nach Russland zurückkehren wollten.
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Umsiedlerprogramm gescheitert 500.000 Umsiedler wollte die Gebietsverwaltung nach Kaliningrad holen. Damit sollte der Mitte des vorigen Jahrzehnts begonnene wirtschaftliche Aufschwung mit Fachkräften versorgt werden. Das Programm scheiterte, nur wenige Russen aus Kasachstan oder auch dem Baltikum zog es nach Kaliningrad.
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Dennoch wollte die Obrigkeit bei der Volkszählung im Herbst die Millionengrenze unbedingt durchbrechen. Nach Angaben lokaler Medien wurden zu diesem Zweck sogar Obdachlose registriert und die Volkszähler mussten raus aufs Land, um die in den Datschen wohnenden Kaliningrader ebenfalls zu erfassen.
14.000 Menschen weniger Gereicht hat es trotzdem nicht. Die Bevölkerungszahl ist um 14.000 gesunken. Laut den nun veröffentlichten vorläufigen Resultaten hat das gesamte Gebiet nur eine Einwohnerzahl von 941.000. Immerhin gegenüber der Schätzung aus dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 4.000 Personen.
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Laut der Kaliningrader Statistikbehörde liegt der Grund für den Rückgang seit 2002 auch in der Kürzung bei den Streitkräften. In den letzten Jahren seien einige Garnisonen aufgelöst worden. So seien beispielsweise aus Tschernjachowsk (Insterburg) insgesamt knapp 14.000 Soldaten abkommandiert worden.
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Überschreiten der Millionengrenze eröffnet neue Möglichkeiten „Es ist natürlich gut, dass unsere Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr zugelegt hat. Aber 941.000 sind immer noch keine Million. Und unsere Region kann und muss eine Millionen-Region werden. Das bedeutet einen ganz anderen Status, der dem Kaliningrader Gebiet neue Möglichkeiten eröffnet“, begründet Gouverneur Nikolai Zukanow, warum die Administration so erpicht auf die Million ist. Der Status verspricht vor allem mehr Zuwendungen aus Moskau.
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Bis zur nächsten Volkszählung sind es noch ein paar Jahre. Bis dahin muss sich die Gebietsverwaltung wohl aber noch einiges einfallen lassen, um die Region für Zuwanderer attraktiver zu gestalten.
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