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| Gefährliche Last ruht auf dem Meeresgrund vor Baltijsk. (Foto: Mischke/.rufo) | |
Freitag, 04.06.2010
Weltkriegsmunition vor dem Strand von Pillau entdeckt
Kaliningrad/Baltijsk. Vor dem Strand von Baltijsk (ehemals Pillau) ruht auf dem Meeresgrund auf einem gesunkenen Schiff deutsche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Entschärfung soll drei Jahre dauern.
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Der deutsche Schleppkahn liegt etwa eine Seemeile vor dem Ufer von Baltijsk in 17-20 Meter Tiefe. An Bord befinden sich Artilleriegeschosse und Faustpatronen in wasserdichter Verpackung, insgesamt etwa 10.000 Stück.
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Nach Angaben des Katastrophenschutzes der Region Kaliningrad soll die Entschärfung der gefährlichen Ladung am 15. Juni beginnen und wird voraussichtlich drei Jahre dauern. Wie RIA Novosti am Freitag berichtet, beginnen die Arbeiten auf dem Oberdeck, wo „eine wesentliche Zahl an Munition lagert“.
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Danach ist die Untersuchung der Innenräume geplant, dafür werden ferngesteuerte Unterwassergeräte eingesetzt. Den Abschluss bildet dann die Sondierung des Meeresbodens rund um den gesunkenen Schleppkahn.
Nach Angaben eines Vertreters des Katastrophenschutzministeriums wurden erst im letzten Jahr vor dem Hafenstädtchen Pionerski (einst Neukuhren) 117 Weltkriegsgeschosse aus einem deutschen Schiffswrack gehoben.
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Gefährliche Lasten der Vergangenheit Vor der Küste der russischen Enklave lagern vermutlich noch Hunderte bisher unentdeckter Schiffwracks, die während der erbitterten Kämpfe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gesunken sind. Immer wieder werden Lastkähne mit Munition an Bord entdeckt.
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Die Entschärfung ist eine aufwendige und gefährliche Angelegenheit. Die Beseitigung der gefährlichen Altlasten wird immer aktueller, da sich die jahrzehntelang unzugänglichen Flottenstützpunkte entlang der Küste immer mehr dem Tourismus öffnen.
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