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| Der russische Umweltminister Juri Trutnjew bei seinem Besuch im Gebiet Kaliningrad. (Foto: Kaliningrader TV) | |
Donnerstag, 06.03.2008
Vorerst keine Touristenzone auf der Kurischen Nehrung
Kaliningrad. Umweltminister Juri Trutnjew hat mit Gouverneur Georgi Boos im Nationalpark „Kurische Nehrung“ die Perspektiven einer Touristenzone erörtert. Vorerst soll es im Naturschutzgebiet keine Baumaßnahmen geben.
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Die schwierige Frage, wie man auf der Kurischen Nehrung Erholung für alle möglich machen kann, ohne durch Massentourismus die Natur zu zerstören, bleibt zunächst ungelöst. Dieses Ergebnis ist eine Enttäuschung für die Gebietsregierung, die auf umgerechnet 43 Millionen Euro aus der Staatskasse zur Modernisierung der Infrastruktur gehofft hatte.
Im vergangenen Jahr bereits wurde dem Nationalpark „Kurische Nehrung“ auf Initiative der Kaliningrader Gebietsverwaltung der Status einer touristischen Erholungszone zuerkannt. In Verbindung damit hoffte man auf finanzielle Mittel zur Erneuerung der Straßen, der Kanalisation und der Strom- und Wasserversorgung auf der Nehrung.
Modernisierungspläne auf Eis gelegt Diese Pläne sind erstmal auf Eis gelegt. Der Nationalpark sei noch nicht bereit für eine wirtschaftlich betriebene touristische Erholungszone, begründet Umweltminister Juri Trutnjew seine Position. Die endgültige Entscheidung soll getroffen werden, wenn Wissenschaftler und Ökologen Untersuchungen auf der Kurischen Nehrung abgeschlossen haben.
„Wenn die wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen, dass Bauprojekte ungefährlich sind, dann kann man eine Entscheidung zur Schaffung einer besonderen ökonomischen Zone akzeptieren“, so Juri Trutjnew.
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Gouverneur will die ganze Nehrung zur Touristenzone machen Eine gesonderte Touristenzone will Gouverneur Georgi Boos aber gerade nicht. „Es macht nur Sinn, eine touristische Erholungszone zu schaffen, wenn wir die Kurische Nehrung im Ganzen betrachten, und nicht auf einem Fleck Hotels bauen, die zum Verkaufsgegenstand werden können“, sagt er.
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Die 98 Kilometer lange Kurische Nehrung ist seit dem Jahr 2000 Teil des kulturellen Welterbes der UNESCO. Obwohl Naturschutzgebiet, wurden in den letzten Jahren auf dem russischen Teil der Nehrung widerrechtlich private Villen gebaut. (sl/.rufo/Kaliningrad)
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