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| Der erste Herbststurm in diesem Jahr setzt Baltijsk außer Gefecht (Foto: TV) | |
Dienstag, 29.11.2011
Novembersturm: Flottenstadt Baltijsk ohne Strom
Kaliningrad. Der erste schwere Herbststurm an der Kaliningrader Küste ist trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern pro Stunde (Windstärke 12) glimpflich verlaufen. Lediglich Baltijsk blieb einen Tag ohne Strom.
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Es war verdächtig ruhig an Russlands Bernsteinküste in diesem Herbst, wochenlang prägten Hochnebel und nahezu windstille Tage das Wetter zwischen den Nehrungen. Eigentlich ist hier spätestens im Oktober die erste Sturmwarnung fällig, doch in diesem Jahr: Flaute.
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Damit war es am Sonntagabend vorbei. Mit Orkanböen aus West fegte Sturmtief „Yoda“ in der Nacht zu Montag über das Samland hinweg. Besonders betroffen: die westliche Steilküste vom Kap Taran (Brüsterort) südwärts bis Baltijsk.
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Hochspannungsleitung beschädigt In der Flottenstadt beschädigte der Sturm eine Hochspannungsleitung und das Hauptumspannwerk. In der Folge saßen rund 20.000 Menschen fast einen Tag lang ohne Strom. Auch die Trinkwasserversorgung fiel großteils aus. Der Havariedienst des regionalen Stromversorgers „Jantarenergo“ hatte am Montag bis zum Abend zu tun, den Sturmschaden zu beheben. Öffentliche Einrichtungen und auch die meisten Geschäfte blieben in Baltijsk den ganzen Tag über geschlossen.
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In den anderen Kaliningrader Küstenorten verlief die Sturmnacht glimpflich, von einigen entwurzelten Bäumen und den üblichen Spuren der heftigen Brandung an den Stränden abgesehen. An der Promenade von Selenogradsk (Cranz), die derzeit saniert wird, rissen Orkanböen Teile des metallenen Bauzauns nieder, die leichten Blechplatten flogen im Sturm wie Geschosse in der Siedlung herum. Verletzt wurde aber niemand.
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Flugbetrieb zeitweise eingestellt Auch in Kaliningrad blieb es buchstäblich bei Blechschäden: Am Moskauer Prospekt lösten sich einige Platten aus der Wandverkleidung des Hochhauses „Baltiski Business Center“ und fielen auf ein abgestelltes Auto.
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Der Kaliningrader Flughafen Chrabrowo hatte am Sonntagabend seinen Betrieb eingestellt. Im Lauf des Montags normalisierte sich die Situation aber schnell wieder.
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Alte Baumalleen von Wind und Katastrophenschutz bedroht Arg zerzaust von dem Sturm wurden die Alleen zwischen Kaliningrad und den Küstenstädten Swetlogorsk und Selenogradsk. Hier knickte „Yoda“ etwa 50 Bäume um, der regionale Katastrophenschutz nutzte das am Montag erneut, auf die Verkehrsgefährdung durch die überalterten Chausseebäume hinzuweisen. An den Hauptstraßen um die Gebietshauptstadt werden immer mehr der landschaftsprägenden Alleen aus ostpreußischer Zeit gefällt.
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Freuen über den ersten Herbststurm des Jahres konnten sich am Montag die Schulkinder in den Kaliningrader Küstenorten. Sie bekamen einen Tag „windfrei“.
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Ein zweites, für Dienstag vorhergesagtes Sturmtief zog zwar weiter nördlich auf der Ostsee vorbei und verschonte die Küste. Doch den nächsten schweren Sturm kündigt der Meteorologische Dienst schon für Ende dieser Woche an.
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