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Das Atomkraftwerk Ignalina wird stillgelegt - neu gebaut wird ein Reaktor im benachbarten Kaliningrad (Foto: Archiv)
Das Atomkraftwerk Ignalina wird stillgelegt - neu gebaut wird ein Reaktor im benachbarten Kaliningrad (Foto: Archiv)
Montag, 22.06.2009

Neues Atomkraftwerk bei Kaliningrad mit Siemens-Hilfe

Kaliningrad. Bereits 2010 soll mit dem Bau eines Atomreaktors im Kaliningrader Gebiet begonnen werden. Das kündigte Energieminister Schmatko bei seinem Besuchs in Kaliningrad an. Das AKW soll 2016 in Betrieb gehen - mit Hilfe von Siemens.

Der erste Block mit einer Leistung von 1150 Megawatt werde plangemäß 2016 ans Netz gehen, der zweite im Jahr 2018, sagte Sergej Schmatko. Zum Einsatz kommen sollen modfizierte Druckwasserreaktoren vom Typ WWER.

Gouverneur Georgi Boos betonte erneut die Notwendigkeit des "Baltischen Atomkraftwerks" für die sichere Energieversorgung der russischen Exklave. Das Gasgroßkraftwerk TEZ 2 sei perspektivisch nicht in der Lage, den wachsenden Strombedarf des Gebietes zu decken.

"Mit Inbetriebnahme des zweiten 450-MW-Blocks im Kraftwerk TEZ 2 ist dessen Kapazitätsgrenze erreicht. Damit besteht aber erst einmal eine Energiesicherheit bis einschließlich 2014. Danach halten wir erstmal durch - bis zur Inbetriebnahme des Atomkraftwerks", sagte Boos.

Bei Russland-Aktuell
• Siemens: Einstieg in Kaliningrader AKW-Projekt? (19.02.2009)
• Kaliningrad: Atomkraftwerk contra Energie-Defizit? (27.08.2008)
• Kaliningrad: Proteste gegen Atomkraftwerkspläne (09.02.2007)
• Kaliningrad: Erdbeben Stärke 5 an der Ostsee (21.09.2004)
Nur rund 70 Prozent der im Gebiet Kaliningrad verbrauchten Energiemenge kommen aus eigener Leistung. Bislang wurde die Versorgungslücke durch das litauische AKW Ignalina geschlossen. Doch dessen letzter Reaktor-Block geht 2009 vom Netz.

Die veralteten RBMK-1500-Reaktoren vom Katastrophen-Typ Tschernobyl abzuschalten, war eine der Bedingungen für den EU-Beitritt der baltischen Republik.

Export von Atomstrom angesteuert


Ein eigener Atommeiler soll eine drohende Energiekrise abwenden und die vom russischen Mutterland abgetrennte Ostsee-Provinz für die nächsten 15 bis 20 Jahre stabil und unabhängig mit Strom versorgen - dies tragen die Befürworter des Projekts als Hauptargument vor sich her.

Doch es geht wohl um mehr. Denn nach Meinung von Fachleuten ist der Energiebedarf in der Exklave auch perspektisch zu gering, um ein 2,3-Gigawatt-Kraftwerk zu rechtfertigen. Ein Projekt dieser Dimension macht nur Sinn, wenn es auf den Export des hier produzierten Stroms ausgelegt ist.

Das Kaliningrader Atomkraftwerk gilt daher als Konkurrent zum Projekt Ignalina-2: Auch Litauen plant bereits den Bau eines neuen AKW, um sein Stromdefizit zu decken. Doch das wird wohl frühestens 2020 ans Netz gehen.

Baukosten fünf Milliarden Euro


Nicht zufällig wurde wohl der Standort für das Baltische Atomkraftwerk, russischer Projektname BAES (BAKW), nahe der litauischen Grenze gewählt. Gebaut werden soll es im Kreis Krasnosnamensk (Lasdehnen), 120 Kilometer östlich von Kaliningrad.

Die Baukosten des BAES werden von der staatlichen Atombehörde RosAtom mit 5 Milliarden Euro angegeben, die Finanzierung ist aber offenbar noch nicht komplett geklärt.

Russland will an dem Projekt 51 Prozent halten, für den übrigen Anteil werden ausländische Investoren gesucht. Im Gespräch ist eine Beteiligung von Siemens.



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