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| Trotz langer Wartezeiten an der Grenze zieht es die Kaliningrader in die Nachbarländer (Foto: Plath/.rufo) | |
Freitag, 18.11.2011
Kleiner Grenzverkehr für Kaliningrader ab Sommer ?
Kaliningrad. Visafrei nach Polen: Für die Kaliningrader soll dieser Traum ab Sommer wahr werden, zumindest für die grenznahen Regionen. Ein entsprechendes Protokoll soll bereits bis Jahresende unterzeichnet werden.
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Der so genannte kleine Grenzverkehr regelt den visafreien Verkehr zwischen Nachbarländern in einem schmalen Grenzstreifen. Seit über zwei Jahren verhandeln Polen und Russland über ein entsprechendes Abkommen. Jetzt soll die Einigung nah sein.
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Vertrag könnte im Sommer in Kraft treten „Der Vertrag ist schon fast unterschriftsreif. Ich hoffe, dass wir uns bis Jahresende mit Vertretern der EU treffen können, um ihn zu unterzeichnen. Sechs Monate nach der Unterzeichnung tritt der Vertrag dann in Kraft. Das ist ein Ausweg aus der Sackgasse, der den Kaliningradern die Möglichkeit gibt, zu reisen“, erklärte der polnische Konsul in der russischen Ostsee-Exklave Marek Galkowski.
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Bislang standen dem Vertrag vor allem EU-Richtlinien entgegen, die den kleinen Grenzverkehr auf einen Streifen von 50 Kilometern beschränken. Nach der inoffiziell wohl schon bestehenden Einigung soll nun aber das gesamte Gebiet Kaliningrad unter diese Regelung fallen. Die Kaliningrader hoffen zudem darauf, dass der Streifen auch in Polen zumindest so weit vergrößert wird, dass sie größere Städte wie Elbing oder Allenstein erreichen können
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Registrierung in Kaliningrad Pflicht Voraussetzung für den visafreien Verkehr in die polnischen Grenzgebiete ist eine ständige Wohnadresse in Kaliningrad. Die Registrierung muss dem Vernehmen nach eine Gültigkeit von mindestens drei Jahren haben.
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Für die Kaliningrader wäre dies eine deutliche Verbesserung ihrer bisherigen Insel-Lage. Kernrussland liegt weit weg. Viele Bewohner orientieren sich eher an den Nachbarn in der EU. Fahrten nach Polen oder Litauen gehören zum Alltag; auch wenn dazu bisher immer das umständliche Prozedere eines Visaantrags nötig war.
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Im laufenden Jahr haben nach Angaben Galkowskis 40 Prozent mehr Kaliningrader Polen besucht als noch 2010. Sollte das Gesetz über den kleinen Grenzverkehr nun tatsächlich angenommen werden, dürfte es ab 2012 einen weiteren Aufschwung geben.
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