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| Vor Kaliningrad wird der Ernstfall auf der Ostsee geprobt. (Foto: Archiv) | |
Montag, 05.07.2010
Katastrophe in der Ostsee: Kaliningrad probt Ernstfall
Kaliningrad. Gefeit vor einer Umweltkatastrophe? In der Ostsee, vor der Küste Kaliningrads, beginnt diese Woche eine internationale Rettungsübung. Geprobt wird die Bergung eines leck geschlagenen Gefahrengut-Tankers.
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Die Übung beginnt am 8. Juli in den Gewässern vor Kaliningrad. Laut Manöverlegende ist ein Schiff mit gefährlicher Fracht an Bord in Seenot geraten und muss gerettet werden. An der Übung, die vom Küstenschutz des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB geleitet wird, nehmen auch die schwedische, polnische und litauische Marine teil.
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Gemeinsame Hilfsmechanismen automatisieren Bei dem Manöver soll die Verständigung zwischen den internationalen Rettungskräften entwickelt und automatisiert werden. Dem gleichen Ziel dient eine internationale Konferenz am Vortag der Übung, an der Vertreter aller Ostsee-Anrainerstaaten, darunter auch Deutschland, teil nehmen.
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Wie aktuell Fragen der Umweltsicherheit auf offener See sind, zeigt dieser Tage die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Nach der Explosion einer Ölplattform des Konzerns BP sind große Teile der Meeresoberfläche verschmutzt. Noch immer ist das auslaufende Öl nicht unter der Kontrolle der Rettungskräfte.
Gefahrenpotenzial für Ostsee ist hoch Vor der Küste Kaliningrads betreibt der Ölkonzern Lukoil mehrere Ölplattformen. Insbesondere der baltische Nachbar Litauen beäugt diese Projekte mit Argwohn und weist auf die Umweltrisiken hin.
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Denn auch in der Ostsee ist es schon zu erheblichen Umweltkatastrophen gekommen. Die Ostsee zählt zu einem der weltweit am stärksten befahrenen und daher am meisten verschmutzten und gefährdeten Meere. Schuld daran ist auch die fehlende Abstimmung unter den einzelnen Küstenwachen.
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Frühere Katastrophen zeigen Mängel auf Vor der Küste Kaliningrads kam es 2003 zu einer Ölkatastrophe, als rund 40 Tonnen Heizöl ausliefen und sich offenbar lange Zeit niemand für die Beseitigung der Schäden verantwortlich fühlte. Trotz der verhältnismäßig kleinen Menge ausgelaufener Schadstoffe entstand so ein beträchtlicher Schaden, insbesondere an der empfindlichen Kurischen Nehrung.
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Für den russischen Küstenschutz ist es nicht die erste internationale Rettungsübung. Solche Manöver wurden in der Vergangenheit sogar schon gemeinsam mit der NATO durchgeführt. Nötig ist die Übung trotzdem, davon ist auch der russische Küstenschutz überzeugt.
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