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| Gehört das bald der Vergangenheit an? Kauflustige Menge vor Kaliningrader Einkaufszentrum (Foto: Plath/.rufo) | |
Dienstag, 17.03.2009
Kaliningrad: Unternehmen wollen 9.000 Jobs abbauen
Kaliningrad. Immer mehr Menschen im Gebiet Kaliningrad melden sich arbeitslos. Anfang März waren rund 13.000 Erwerbslose gemeldet, das ist eine Arbeitslosenquote von 2,4 %. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 1,3 %.
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Am schlimmsten ist die Lage in den östlichen Landkreisen des Gebietes. Die höchsten Arbeitslosenzahlen werden derzeit aus den entlegenen Rayons Gussew (Gumbinnen), Krasnosnamensk (Lasdehnen), Neman (Ragnit), Slawsk (Heinrichswalde) und Prawdinsk (Friedland) gemeldet.
Die Zahlen liegen hier zum Teil um ein Vielfaches über der offiziellen Durchschnittsquote. In manchen Landregionen hat mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Einwohner keinen Job.
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Die Gebietsregierung geht bislang in ihrer Jahreswirtschaftsprognose für 2009 von einer maximalen Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent aus.
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Das dürfte bald Makulatur sein, denn einer Umfrage des regionalen Wirtschaftsministeriums zufolge erwägen rund 80 große und mittlere Unternehmen in nächster Zeit bis zu 9.000 Stellen abzubauen.
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Unternehmen kündigen insgesamt 9.000 Entlassungen an Unter den betroffenen Firmen sind die drei marktbeherrschenden Supermarktketten Viktoria, Wester und Sedmoj Kontinent, die Großmolkerei AO Moloko und die Elektronik-Montagebetriebe, die von der Absatzkrise und Änderungen im Zollgesetz besonders gebeutelt wurden. Waren hier vor dem Ausbruch der Rezession rund 12.000 Menschen beschäftigt, sollen inzwischen nur noch knapp 3.000 Arbeitsplätze geblieben sein. – die jetzt aber noch weiter zusammengeschrumpft werden.
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Ab in die Armee der Arbeitslosen: Hochschulabsolventen und Ex-Zivilangestellte des Militärs Im kommenden Sommer droht dem Arbeitsmarkt eine weitere Welle von Jobsuchenden: die Hochschulabsolventen. Auch die bereits im vorigen Jahr beschlossene und derzeit umgesetzte Abrüstung von Armeeeinheiten mit entsprechendem Stellenabbau bei den Zivilangestellten dürfte sich bald in der Arbeitslosenstatistik niederschlagen.
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Der Vizewirtschaftsminister des Gebietes Kaliningrad, Wladimir Aschichin rechnet jedenfalls laut einem Bericht der Kaliningradskaja Prawda damit, dass kleine und mittlere Unternehmen bis zum Ende des Jahres 2009 ein Viertel aller Stellen gestrichen haben werden.
Oasen in der Wüste der Arbeitslosigkeit Trotzdem gibt es mitten in der Wirtschaftskrise weiterhin Unternehmen, die Personal suchen.
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Die Kaliningrader Schiffswerft „Jantar“ etwa meldet rund 500 offene Stellen. Man habe bis 2012 volle Auftragsbücher, heißt es seitens der Werft. Derzeit gäbe es sieben Aufträge für Neubauten, darunter zwei Forschungsschiffe für das russische Verteidigungs-ministerium.
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