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| So sieht es heute stellenweise in der Rominter Heide aus. (Foto: rival88imperium) | |
Freitag, 06.05.2011
Kaliningrad: Streit um Abholzung der Rominter Heide
Kaliningrad. Die Rodung großer Waldstücke in der Rominter Heide führt zu hitzigen Diskussionen in Kaliningrad. Anwohner kritisieren die Abholzung als „barbarisch“. Das Umweltamt erklärt alles für rechtens.
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Die Rominter Heide ist ein ca. 25.000 Hektar großes Wald- und Wiesengebiet im Südosten Kaliningrads und im nordöstlichen Polen (Gebiet Masuren). Es war schon zu Preußenzeiten ein beliebtes Jagdgebiet.
Reiche Flora und Fauna in der Rominter Heide In dem sumpfigen Waldgebiet stehen über 250 Jahre alte Kiefern, daneben auch Birken und Buchen. Es leben hier knapp 50 verschiedene Arten von Säugetieren, darunter Elche, Wildschweine, Rothirsche und Biber. Aber auch Wölfe und Luchse lieben die Stille der Rominter Heide.
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| Im Internet |
• Fotos von der Rodung
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Diese Ruhe wird aber seit einiger Zeit von riesigen Holzerntemaschinen durchbrochen, die sich durch den Wald fressen. Im Netzwerk Livejournal hat ein Kaliningrader bereits Fotos der Rodung veröffentlicht.
„Barbarische Methoden“ bei der Rodung wirft er dem Pächter der Forstwirtschaft RosBioProm vor. Seinen Angaben nach ist das Unternehmen eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der schwedischen Euroimp Sales AB.
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Forstamt: Rodung verläuft rechtmäßig Auch einheimische Umweltschützer laufen Sturm gegen die massive Abholzung des Waldes. Doch die Forstagentur wiegelt ab. „Das, was sie barbarische Abholzung nennen, wird auf gesetzlicher Grundlage durchgeführt.
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Wir sind sofort gemeinsam mit dem Oberförster rausgefahren“, erklärte der Chef der Agentur Alexander Jegorytschew. Was den Umfang der Rodung und die gewählten Plätze betreffe, gebe es keine Vorwürfe an den Pächter.
Insgesamt dürfe RosBioProm 77.000 Kubikmeter Wald im Jahr abholzen. Der Vertrag mit dem Unternehmen sei im September 2010 geschlossen worden und habe eine Laufzeit von zehn Jahren. Laut Jegorytschew dürfen aber nur ausgewählte, kranke Bäume gerodet werden oder Rodungsarbeiten zur Auflockerung eines zu dicht bepflanzten Waldes erfolgen.
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Großflächige Rodung Die Bilder im Internet vermitteln freilich nicht den Eindruck, dass es sich um eine gezielte Rodung einzelner Bäume handelt. Vielmehr sind große Flächen kahl.
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Jegorytschew räumte dann auch ein, dass die Rodungstechniken unzulässig seien. Diese hätten den Wald geschädigt. Der Pächter habe nun entsprechende Anweisungen bekommen. Wenn er sich nicht daran halte, könne der Pachtvertrag gekündigt werden, versprach Jegorytschew.
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