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| Viele Kaliningrader wollen ein deutsches Visum (Foto: Plath/.rufo) | |
Donnerstag, 24.05.2007
Kaliningrad: Mehr Deutschland-Visa als erwartet
Kaliningrad. Die Nachfrage nach deutschen Schengen-Visa in Kaliningrad ist groß. Der Andrang übertrifft damit sogar alle Erwartungen der deutschen Diplomaten im neueröffneten Visabüro des Generalkonsulats.
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Einen Monat ist die vorläufige Visastelle in der ul. Leningradskaja 4 jetzt in Betrieb. In der Zeit wurden etwa 1.200 Visa ausgestellt. Diese Zahl nannte Generalkonsul Guido Herz in dieser Woche im Deutschen Wirtschaftskreis, dem monatlichen Treffen deutscher Unternehmer in Kaliningrad. Hochgerechnet aufs Jahr bedeute dies, dass man am oberen Ende der kalkulierten 15 – 20.000 Visa liege, wahrscheinlich sogar darüber, sagte der Diplomat.
„Der Bedarf ist deutlich höher als erwartet. Das zeigt, wie eng die russisch-deutschen Beziehungen hier im Kaliningrader Gebiet inzwischen sind. Für uns ist dies ein Zeichen, wie richtig es war, das Visabüro als provisorische Variante zu eröffnen.“
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Drei weitere Mitarbeiter eingestellt
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Der Visabetrieb laufe bisher reibungslos, so Herz. „Am wichtigsten ist, dass es keine Warteschlangen gibt.“ Diesbezügliche Verhältnisse wie in der litauischen oder zum Teil auch in der polnischen Vertretung habe man vermeiden wollen, „und das ist uns bisher auch gelungen.“
Damit das so bleibt, werden gerade drei weitere, ortsansässige Mitarbeiter zur Verstärkung des Visa-Teams eingearbeitet. Man arbeite praktisch an der Obergrenze des Möglichen, bestätigte der Leiter des Visabüros, Vizekonsul Michael Scholz, gegenüber der „Kaliningradskaja Prawda“. Bis Ende Juni seien die Termine quasi komplett ausgebucht.
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Telefonische Anmeldung nötig
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Denn zur Vermeidung von Warteschlangen ist es unbedingt notwendig, sich vorher telefonisch anzumelden. (Tel. 4012 – 341236). Was derzeit nicht ganz einfach ist. Wegen des großen Andrangs bildet sich der Stau jetzt sozusagen virtuell. Dass das Service-Procedere bislang oft zu überlasteten Telefonleitung führe, räumte Herz ein: „Das Problem ist bekannt und wird in Kürze behoben sein. Wir arbeiten daran, weitere Leitungen einzurichten.“ Auch wird statt des Besetzt-Zeichens bald eine Warteschleife geschaltet – ein Service, der für die Anrufer kostenlos sein soll. In anderen Konsulaten, etwa in der deutschen Vertretung in Moskau, wird man dafür kräftig zur Kasse gebeten.
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| Generalkonsul Herz räumt noch einige Probleme bei der schnellen Bearbeitung ein (Foto: Plath/.rufo) |
Einen weiteren Hinweis gab der Generalkonsul: Die Visaanträge bereits vorher online im Internet auszufüllen und einzusenden. Als Nachweis und „Quittung“ erhalte der Antragsteller einen speziellen Code, mit dem die Daten dann während des Bürotermins schnell abrufbar seien. „Das spart viel Zeit und Aufwand, was ja im Interesse beider Seiten liegt.“ Nicht zuletzt der sehr „sportlichen“ Regelung wegen, dass ein Antragsteller, der seine Unterlagen am Vormittag einreicht, am Nachmittag des gleichen Tages das Visum bekommen soll.
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Weitere Informationen zum Procedere der Schengen-Visa finden sich auf der Homepage des Konsulats: www.kaliningrad.diplo.de
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“Echtes“ Konsulat noch in weiter Ferne
Wann das eigentliche Konsulat in der Thälmannstr. 14 eröffnet werden wird, steht nach wie vor in den Sternen. Nachdem vor wenigen Tagen der Kaufvertrag unterzeichnet wurde, rechnet Guido Herz jetzt mit einer Um- und Ausbauphase von etwa zwei Jahren.
(tp/.rufo)
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