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| In Kaliningrad strahlte dmitri Medwedew nicht gar so sehr wie sonst im Land (Foto: 1. Kanal/newsru) | |
Mittwoch, 05.03.2008
Kaliningrad: Mageres Wahlergebnis für Medwedew
Kaliningrad. Dmitri Medwedew hat in Kaliningrad die landesweit niedrigste Zustimmung erhalten. Ungewöhnlich stark schnitt Gennadi Sjuganow, der Präsidentschaftskandidat der Kommunistischen Partei, ab.
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Die Wahlergebnisse lassen zwar auch in der Ostsee-Exklave keinen Zweifel am Sieg Medwedews, zeigen aber doch eine geringere Zustimmung als in den anderen Regionen: Putins Wunsch-Nachfolger erhielt im Gebiet Kaliningrad 62,1 % der Stimmen – acht Prozent weniger als auf Landesebene. Für Sjuganow votierten 23,7 Prozent der Wähler, Wladimir Schirinowski bekam 11,7 % und Andrej Bogdanow 1,6 %.
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Auch schwache Wahlbeteiligung Die Wahlbeteiligung lag bei 58,5 % und ist damit eine der niedrigsten im Nordwesten der Russischen Föderation. Sergej Lunjow, der Vorsitzende des Wahlausschusses im Gebiet Kaliningrad, gab als Grund für die geringe Beteiligung die „sehr schlaffe Wahlkampagne der Präsidentschaftskandidaten selbst“ an.
Doch das war schließlich überall im Lande so. Es gibt in Kaliningrad wohl andere Gründe für die eher schwache Unterstützung des Kreml-Kurses: Das Misstrauen gegenüber der Regionalpolitik des Staates wie auch Zweifel an der politischen „Unfehlbarkeit“ des von Putin eingesetzten Gouverneurs Georgi Boos sind immer wieder spürbar.
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Des Kremls glückliche Hand wird in der Exklave oft angezweifelt „Im Gebiet Kaliningrad gibt es Enttäuschung über den vorherrschenden Personenkult auf regionaler Ebene, und außerdem die Erkenntnis, dass die sog. nationalen Projekte nur der Nomenklatur Nutzen bringen, indem sie als Abrechnungen in den Akten landen“, sagte Solomon Ginsburg, ein Abgeordneter der Kaliningrader Gebietsduma, gegenüber der Nachrichtenagentur „Regnum“.
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Deshalb hätten viele Kaliningrader aus Protest den Kommunisten Sjuganow gewählt: „Ich glaube, wenn es eine Spalte „Gegen alle“ gegeben hätte, hätte sie eine der höchsten Stimmwerte nicht nur im Nordwesten, sondern in ganz Russland erhalten“, so Ginsburg.
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