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Sieht so ein Schäfer aus? Ja, wenn die Herde groß genug ist, kann man sie auch im Schlips hüten (lassen) (Foto: tv/.rufo)
Sieht so ein Schäfer aus? Ja, wenn die Herde groß genug ist, kann man sie auch im Schlips hüten (lassen) (Foto: tv/.rufo)
Montag, 03.12.2012

Kaliningrad: Luschkow sucht sich neue Schäfchen

Kaliningrad. In Russlands Königsberg-Exklave hat der einst mächtigste Mann Moskaus ein neues Betätigungsfeld entdeckt. Als Bauer und Schafzüchter. Immerhin: Auf seine neuen Untertanen kann er sich verlassen.

Juri Luschkow macht Mist. Diese Titelzeile ließ die Journaille sich nicht entgehen, als im vorigen Jahr Pläne publik wurden, der Moskauer Ex-OB wolle im Gebiet Kaliningrad Landwirt werden. Und mit einer Art Superkompost, nach wissenschaftlichen Methoden hergestellt, eine Marktlücke auf dem europäisch-russischen Agrarmarkt füllen.

Dabei war die Affinität des gestürzten Hauptstadtfürsten zu bodenständigen landwirtschaftlichen Betätigungen schon lange kein Geheimnis mehr. Luschkow war lange vor seiner Bürgermeisterkarriere als talentierter und erfolgreicher Imker bekannt. Er mag das russische Landleben, das hat er oft gesagt.

Das alte Gestüt von Weedern wird nun Heimat nicht nur von Zuchtpferden, sondern auch von einer großen Schafherde (Foto: tp/.rufo)
Das alte Gestüt von Weedern wird nun Heimat nicht nur von Zuchtpferden, sondern auch von einer großen Schafherde (Foto: tp/.rufo)
Auch die Nähe zu Kaliningrad kommt nicht von Ungefähr. Seine Gattin Jelena Baturina, neben ihren Rollen als Unternehmerin und reichste Frau Russlands auch noch begeisterte Pferdezüchterin und Reiterin, hatte schon Mitte der 1990er Jahre die Ruinen des alten ostpreußischen Trakehnergestüts Weedern entdeckt und begonnen, sie wieder aufbauen zu lassen.

Nach dem Absturz in Moskau besannen die beiden sich auf der Suche nach „Asyl“ auf das vergessene Pferdeanwesen im Südosten der Kaliningrad-Provinz. Auf den mehr als 10.000 Hektar Land, die Luschkows dort in der Nähe der Stadt Osjorsk (Darkehmen) gehören, wollte das Paar fortan Getreide anbauen, Pferde züchten, Edelmist produzieren. Das war im Herbst 2011.

4000 Schafe für Fleisch und Wolle


Nun nimmt das Vorhaben „Zar und Bauersmann“ wohl allmählich Gestalt an. Mit Schafen. Die eignen sich von Natur aus ganz vorzüglich als Arbeitstherapie für Russlands alternde Ex-Herrscher, fast noch besser als Kompost: Schafe wehren sich nicht, sondern latschen als Herde immer in exakt die Richtung, in die ein gut abgerichteter Schäferhund sie treibt.

Bei Russland-Aktuell
• Moskaus Ex-Bürgermeister macht jetzt Mist in Ostpreußen (06.02.2012)
• „Fall Luschkow“ ist keine Panne für das Tandem (28.09.2010)
• Baturin lässt Ordensburg in Bagrationowsk brennen (04.06.2009)
• Luschkow kein Ehrenbürger von Moskau – selbst schuld! (20.01.2012)
• Luschkow: ungeheure Vermögens-Umverteilung in Moskau (26.10.2011)
Doch der 76-Jährige meint es ganz offensichtlich ernst. Er will im Osjorsker Rayon Romanowski-Schafe halten und züchten, eine robuste, genügsame Rasse, bekannt für ihr gutes Fleisch und viel Wolle. Die ersten 400 Tiere grasen sich bei Suworowka (so heißt Weedern heute) bereits durch die verwilderte Kultursteppe.

Bald soll der Zuchtbestand auf bis zu 4000 Schafe aufgestockt sein, sie bekommen mehrere tausend Hektar spezielle Portionsweiden. Auch von einer weiteren Fleischschaf-Rasse aus Österreich ist bereits die Rede.

Und den Schlachthof gleich dazu


Damit die Wege kurz bleiben, plant Juri Michailowitsch mittendrin den Bau eines modernen Schlachthofes. Einstweilen wächst erst mal eine Getreidetrocknung, ausgerüstet mit der neuesten Technik Made in Germany.

Er erhält dafür möglicherweise millionenschwere Subventionen vom Staat, auch über Korruptionsvorwürfe in Ungnade gefallene Spitzenpolitiker haben Anspruch auf Förderung. Selbige hat Luschkow angeblich auch bereits beantragt, und zwar aus einem jüngst von Moskau aufgelegten landwirtschaftlichen Entwicklungsprogramm.

Das Herrenhaus von Zitzewitz wird dank Ex-Baulöwin Baturina wieder zu einem Schmuckstück in der depressiven Region (Foto: tp/.rufo)
Das Herrenhaus von Zitzewitz wird dank Ex-Baulöwin Baturina wieder zu einem Schmuckstück in der depressiven Region (Foto: tp/.rufo)
Auch im von Jelena Baturina mit viel historischem Gespür wiederaufgebauten Gestüt der Familie von Zitzewitz, das zwischenzeitlich in einem Dornröschenschlaf vor sich hindämmerte, tut sich etwas. Auf dem Parcour zwischen den Stallanlagen trainieren regelmäßig junge Leute für Springreitturniere, der Bestand ist auf 120 Pferde gewachsen.

Eine Reisegruppe des deutschen Trakehnerverbandes registrierte im Sommer erfreut, dass auch Ostpreußens legendäre Pferderasse in Suworowka wächst und gedeiht. Das Gestüt nennt sich selbst Russlands einzigen Pferdezuchtbetrieb, in dem reinrassige Bestände von Holsteinern, Hannoveranern und Trakehnern gehalten und gezüchtet werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt


In der von Arbeitslosigkeit und strukturellen Zusammenbrüchen gebeutelten Umgebung kommt das Engagement der Luschkows an wie der letzte Hoffnungsschimmer vor dem Untergang. „Diese Leute sind ein Segen für uns“, sagt ein alter Mann in einem winzigen, fast ausgelöschten Dorf namanes Gremjanje, es grenzt direkt an die Ländereien der berühmten Moskauer.

Gesehen hat er den Herrn der Felder selbst noch nicht, aber Luschkow werde hier endlich wieder etwas aufbauen, da ist er sich sicher. „Warum sollte er sonst hergekommen sein?“

Gute Frage. Sollte der neue Nachbar auf seinem Land allerdings schalten und walten wie früher in der Hauptstadt, wird der Alte sich noch wundern. Es geht den Menschen halt wie den Schafen.



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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

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Uwe Niemeier 21.12.2012 - 19:44

... ach, ivanfi das macht nichts ... lieber



Buchstabendreher als wenn man sich selber verdreht. Außerdem habe ich mir auch einen Schreibfehler bei Ihrem Namen geleistet, wie ich erst jetzt bemerkt habe - ...tschuldigung. Aber das ist hier beim kommentieren das Unbequeme. Ein einmal gemachter Fehler kann nicht mehr korrigiert werden. Das ist im Forum www.forum.aktuell.ru wesentlich bequemer - und da hat man auch mehr Platz.

Der von mir angekündige neue BLOG-Beitrag ist nun eingestellt. Thema: Spieglein, Spieglein an der Wand - wer schaut am tiefsten in´s Kaliningrader Land? Der Beitrag liefert einige Hintergrundinformationen zum Artikel von Woskresenski.


ivanfi 21.12.2012 - 19:05

Alles klar, Herr Uwe Niemeier.

Alles klar, Herr Uwe Mieneier.
-----------
Das war wirklich einer der dümmsten Buchstabendreher meinerseits....


ivanfi 21.12.2012 - 18:38

Alles klar, Herr Uwe Mieneier.

\"Die Überschrift stammt eigentlich nicht von mir, sondern von dem russischen Journalisten der den Artikel geschrieben hat. Ich habe die Überschrift ein wenig den Erfordernissen des deutschen Lesers angepaßt.\"
-----
Rätsel gelöst, Fragen beantwortet....


Uwe Niemeier 21.12.2012 - 16:33

Geschwindigkeit ist keine Hexerei ...


freut mich inanfi, wie schnell Sie meinen Artikel gefunden und gelesen haben.

Die Überschrift stammt eigentlich nicht von mir, sondern von dem russischen Journalisten der den Artikel geschrieben hat. Ich habe die Überschrift ein wenig den Erfordernissen des deutschen Lesers angepaßt.

Der Artikel stammt nicht von mir, ich habe nur eine Zusammenfassung der wichtigsten Momente erstellt.

Der Eigenkommentar stammt vom ersten bis zum letzten Buchstaben von mir. ABER!!!! Ich habe mit keiner Silbe den Gouverneur des Kaliningrader Gebietes gelobt oder irgendwie positiv benannt. Das ist mir SEHR wichtig - diese Korrektur.

Vielleicht noch eine Anmerkung. Viele Dinge die ich schreibe (ich bin kein Journalist und werde auch keiner) muß man im Zusammenhang sehen, d.h. auch vorangegangene Artikel lesen, meine Meinung aus www.forum.aktuell.ru kennen und meine anderen Kommentare bei www.kaliningrad.aktuell.ru lesen. Erst dann erschließt sich im vollen Umfang was ich mitteilen möchte. Ich weiß, dass das etwas schwer ist - aber so ist nun mal meine Arbeit ...

Zum Schluss bedanke ich mich bei Ihnen. Freut mich, dass Sie Interesse an meinen Gedanken haben. Sie können morgen früh in meinen BLOG hier bei www.russland.aktuell.ru schauen und werden dort einen Artikel zum Gouverneur vorfinden (bitte Gouverneur nicht mit Vertreter des Präsidenten verwechseln).


ivanfi 21.12.2012 - 16:19

Uwe N. lobt Stanislaw Woskresenski

Ich las einen aktuellen Artikel (21.12.2012) im Internet von Uwe Niemeier:

„Stanislaw Woskresenski und seine (polit-ökonomische) Allergie“
----------
Obiger Titel ist spektakulär. Hat es Uwe N. auch so gewollt?

Herr Niemeier steigert die Erwartungshaltung des Lesers:
„Zwei Dinge sind gleich zu Anfang bemerkenswert:
Er gab dieses Interview kurz nach Beendigung der Pressekonferenz von Wladimir Putin in Moskau am 20.12.2012
und er gab das Interview zwei Internetportalen,
die bekanntermaßen in einem kritischen Verhältnis zum Gouverneur
und somit der jetzigen Kaliningrader Regierung stehen.“
-----------
Dann folgt im Artikel nichts „Spektakuläres“, ausser, dass wir erfahren, dass der neue Gouverneur „eine gute Wahl“ ist. OK.
(Anführungszeichen setzte ich meinerseits. Dies stammt nicht von Uwe N.)
----------
Herr Niemeier, nichts für Ungut…….


Uwe Niemeier 21.12.2012 - 13:43

Nein, nein Cello, keine Sorge ...


… noch bin ich nicht überfordert. Nur manchmal sitzt die Zeit ein wenig im Nacken. Der Aufbau einer neuen Firma und dazu noch mit einem sehr spezifischen Gegenstand ist manchmal etwas zeitintensiv und wenn sich politische oder wirtschaftliche Ereignisse überschlagen (und man überall präsent sein will/muss) … naja, was soll´s.

Auch heute dachte ich, dass ich mich mit einem Herzensthema beschäftigen kann (Aufbau eines Kindergartens durch den deutschen Probst in Kaliningrad), aber da kam unerwartet eine hochaktuelle politische Information reingeflattert und die musste erst einmal abgearbeitet werden – siehe www.forum.aktuell.ru (in Kürze) und auch andere Internetportale.

Zum Jahresausklang habe ich bei NewsBalt ein Interview gegeben zur Thematik Deutschland-Kaliningrad. Im Anschluss an den russischen Text ist die deutsche Übersetzung. Vielleicht auch interessant für Sie? Hier der Link
http://www.newsbalt.ru/detail/?ID=7623

Mit dem Gluehwein machen Sie mich natürlich etwas neidisch – den habe ich nicht. Aber zu Weihnachten bin ich bei einem deutschen Geschäftsfreund in Hamburg eingeladen – da bekomme ich mit Sicherheit auch diesen Aufwärmer.


Cello 21.12.2012 - 07:44

Alles klar und Dankeschoen..

@Uwe Niemeier

..fuer Ihr Statement. Hoffe, ich hab Sie nicht zu stark gefordert, oder gar ueberfordert, so dass Sie die vorweihnaechtliche Zeit trotz allem ein wenig geniessen koennen, doch Ihre Infos betreffend Kaliningrad sind eben immer erste Guete und sicherlich verlaesslich! Freundlichen Gruss und ein zum Wohle mit einem Gluehwein!


Uwe Niemeier 21.12.2012 - 05:36

... oho Cello, Sie fordern mich, dass ist ...


... gut so.
Also neuere Informationen liegen mir nicht vor. Meine Informationsagentur ist ja keine Nachrichtenagentur und ich lebe z.Zt. von dem, was offiziell über die Massenmedien verbreitet wird. \"Insider-Informationen\" wird es dann erst im Laufe des nächsten Jahres zusätzlich geben - sofern die Informationsmoral eine Veröffentlichung zuläßt.

Aber Lushkow ist nicht der Mann, der eine Sache anfängt und bei irgendwelchen kleineren Problemen kapituliert. Zumal ich sein Engagement in Kaliningrad so verstanden habe, dass es weniger ums Geldverdienen geht, als viel mehr um eine sinnvolle Hobbytätigkeit im Altersruhestand.
Da kann dann eigentlich nichts schief gehen. Da Kaliningrad sich Richtung Tourismus entwickeln will und das Jahr 2018 (WM) \"vor der Tür steht\" wird es bei ihm schon laufen - da mache ich mir keine Sorgen.


Cello 21.12.2012 - 04:05

Was ist nun Fakt, oder Wird es oder wird es nicht?

@Uwe Niemeier

Wie weit vorangetrieben ist das Projekt schon,oder steht es bereits wieder vor dem Ende?

http://de.rian.ru/society/20121220/265191990.html


Cello 13.12.2012 - 11:16

Errata meinerseits

@ Holger Eekhof

- Die Diamant Serie geht leider trotz der Zahl 12 in der Bezeichnung inklusive Zubau bis maximal 10 Furchen. -

Bedanke mich fuer Ihre Ergaenzung. Bekannte/Freunde (Vechta bei Oldenburg) meiner Eltern sind im Besitz eines Pflugs der Diamant Serie und ich meinte bei meinem Kurzbesuch einmal die Ausfuehrung fuer 12 Furchen gesehen zu haben, doch scheinbar habe ich mich vertan, oder es wurde noch selbs was nachgeruestet, was dann natuerlich auch nicht mehr dem Original entsprechen wuerde und Ihre Ergaenzungsinfo berechtigt.


Holger Eekhof 13.12.2012 - 10:25

Lieber spät als nie...

Ich bitte zum einen meine späte Antwort zu entschuldigen, denn ich wollte mir eigentlich direkt ein Bild machen, sitzt die Firma doch mit einem Produktionszentrum direkt hier an unserem Mini-Flughafen, doch leider fehlte mir die Zeit.

Doch Sie haben recht: die Flüge der Serie Titan können durch Anbau bis auf 12 - Scharen erweitert werden.


Doch bitte erlauben Sie mir den Klassiker des Besserwissis: Die Serie wird lt. telefonischer Auskunft eines Werksvertreters erst seit 2005 produziert, Sie stellt eine Anpassung an eben die Nachfrage dar - möglicherweise sogar an die zwischenzeitlich gestiegene Nachfrage aus dem osteuropäischen Raum.

In diesem Sinne also auch ein lieber spät als nie ... wobei wie bereits angedeutet die Kapitalausstattung potentieller Käufer eher das Hauptproblem darstellte.

In diesem Sinne bitte ich Sie mit einem Remis einverstanden zu sein.

PS - Ergänzung: Die Diamant Serie geht leider trotz der Zahl 12 in der Bezeichnung inklusive Zubau bis maximal 10 Furchen.


Holger Eekhof 11.12.2012 - 21:45

12 - scharig ??

Lieber Gerd,

bitte nehmen sie meine - vorläufige - Entschuldigung an. Ich werde mich unverzüglich bzgl. der 12 - scharigen Serien erkundigen. Doch bitte glauben Sie mir, wenn ich nun widerrum behaupte, das die Anschaffungskostn modrnerner Gerätschaften in der Landwirtschaft ine sehr große Rolle spielen. Auch kam die direkte Info über die Firma Lemken nicht von mir persönlich stammt - ich persönlich träum zwar davon, irgendwann Gemüse anbauen zu können - aber aktuell plage ich mich noch mit Mietern herum. Die Info stammt von einem Vollberufslandwirt, der aber immerhin 550 Eigenhektar in NRW bewirstschaftet. Und dieser erklärte mir dies genau so, wie ich es schrieb: Wozu brauch jemand Hitech, wenn er ......
Bitte nehmen Sie meine Entschuldigung nun so hin, ich werde mich unverzüglich bei der Firma selbst erkundigen und Ihnen dementsprechend Bricht erstatten.
Mea Culpa
Holger


Cello 06.12.2012 - 09:41

Nickt zustimmend

@gerd

Diamant Serie! Findet man ueberigens auch in kleineren Staaten im Einsatz.


gerd 06.12.2012 - 08:43

Herr Eekhof Sie überraschen mich!

Sie haben wohl 2 Serien der Pflüge übersehen die beide 12 scharig sind.

Das in die Produktkosten nur Anschaffungskosten einfliesen ist wohl Ihre eigenste Kalkulationsform. Dies wirft dann die Frage auf warum nicht nur China Produkte inb allen Bereichen eingesetzt werden.

Bisher hatte ich einen mangelnden Informationsstand nur bei den RU Kritikern gekannt, egal ob auf Naivität oder Polemik basierend.


Holger Eekhof 05.12.2012 - 21:02

Kurzer Nachtrag - Lemken

Bitte kurz um Korrektur...

Bei der Firma Lemken handelt es sich um ein hochkompetentes Unternehmen, das in Deutschland, oder sogar in Europa Marktführer ist - weltweit jedoch ganz gewiss nicht.

Und warum sind sie im Osten gescheitert?
Ganz sicher handelt es sich beim vorgeschobenen Beschaffungsproblem um eine Mähr. Richtig wäre, das osteuropäische Dimensionen der landwirtschaft keinesfall mit denen in Westeuropa zu vrgleichen sind. Kein Osteuropäisches Agrarunternehmen ist aktuell in der Lage, den mit der Verwendung von Lemken -Technik verbundenen Mehrpreis der Produkterstellung zu finanzieren, es sei denn, es handelt sich um Spezialkulturen.
In finanziell gut genug ausgestatteten Agrarunternehmen wird keiner - der auf Masse arbeitet - mit einem maximal 7 - Schar Pflug übers Feld rennen... es sollten schon mindestens 12 sein.

Bitte dies nicht als Kritik an der Firma verstehen, edle Spezialkulturen, Lemken gerne, große Felder auf Masse, nein danke, denn ich wollte diese Woche noch vom Acker.

Das Scheitern der Firma bzw. des Produktionsstandortes lag einfach daran, das die für Lemken interessanten, qualitativ hochwertig arbeitenden Kunden noch nicht über das notwendige Kapital verfügten, um die Produkte refinanzieren zu können.

Er wollte eben der erste sein - nur hat er vergessen das gut Ding seine Weile brauch :))


Cello 04.12.2012 - 12:50

Sowohl als Auch

@gerd:

Kann Ihren Gedanken durchaus folgen und glaube auch ueber das noetige Verstaendnis zu verfuegen.

Nun, bitte nicht falsch verstehen.

Ich nehme Ihre Aussage betreffend \" meckern \" nicht persoenlich. Auch prangere ich weniger den Status Quo Russlands im Allgemeinen an. Was ich aber zu \" meckern \" habe, bezieht sich auf die Traegheit und Ineffizienz der aufgeblasenen Wasserkoepfe im Mehrfarbenhaus zu Moskau. Stetig nur grosse Sprueche klopfen und leztes Endes schaut dann soviel wie beinahe gar Nichts heraus. Gut ausgedeutscht \" Kraeht der Hahn auf dem Mist, so aendert sich die Lage, oder aber sie bleibt nahezu wie sie ist \"! Natuerlich habe ich das Sprichwort ein wenig modifiziert. Dies hat auch Nichts mit der Groesse des Landes zu tun und auch nicht mit Multikulti. Meiner Meinung nach fehlt es ausschliesslich an der \"Subsidiaritaet\" und dies hauptsaechlich von der Macht bis und mit zur einzelner Privatperson. Sicherlich trifft dies nicht auf den hintersten und letzten zu, doch dem Gros darf man dies attestieren.


gerd 04.12.2012 - 11:40

Ausbildung auch hier ein Buch mit 7 Siegeln

Grafikdesign = Studium
Mediengestalter = Ausbildung

Cello vielleicht verstehen Sie mich jetzt wenn mir der Kamm schwillt wenn ich von einigen das ewige meckern lese.
Man stelle sich mal vor wie D aussehen würde wenn hier das gleiche %uale Steuer und Sozialabgaben aufkommen herrschen würde wie in RU, und wenn hier genau so viel schwarz ausgezahlter Lohn wie in RU existierte. Das gleiche kann man natürlich auch umgekehrt fragen


Cello 04.12.2012 - 10:37

Ueberfragt

@gerd

Entschuldigen Sie, ob Einige schon mal im Ausland (ich denke Sie sprechen ausserhalb der GUS-Staaten) im Urlaub war, entzieht sich meinen Kenntnissen und ich habe auch nicht danach gefragt.

Irgendwie tue ich mich schwer, mit der Berufsausbildung, wie sie in RU stattfindet. Ein Sohn von einem Bekannten erlernt den Beruf zum Grafikdesigner (Printmedien und Onlinemedien) doch er studiert an irgendeiner UNI hier in Eburg und dies bereits seit 4 Jahren. Mir ist das duale Ausbildungsystem (learning by doing) viel gelaeufiger. War mir schon bewusst, dass Dreher, Fraeser etc. den Ausbildungsberufen angehoeren. Arzt, Theologe, Lehrer hingegen zu den Studienberufe. Eben, wie schon erwaehnt ist das russische Ausbildungssystem zumindest fuer mich ein Buch mit sieben Seiten. Denke, Sie verstehen was ich damit sagen will!

Wohnungs/Energiekosten ECHT 50% vom Nettolohn?? Und dann noch die hohen, oder gar ueberissenen Steuer und Sozialabgaben von Teils mehr als 40% in Deutschland glaube ich? Das erklaert dann aber doch Einiges, weshalb viele das aus deutscher Sicht suedliche Nachbarland anpeilen.

Betreffend Aufklaerung der Jugendlichen durch uns pflichte ich Ihnen absolut bei. Es ist ein MUSS!


gerd 04.12.2012 - 09:58

cello Fehler meinerseits / Korrektur

Mein Fehler war die Wohungs- und Eeneriekosten sind mehr als 50% vom Nettogehalt


gerd 04.12.2012 - 09:47

cello ergänzung

Auslandserfahrung war gemeint Besuche/Touristik nicht Arbeit.

Die von Ihnen genannten Berufe Dreher, Fräser etc. haben für mich mit Studium nichts zu tun, das sind Ausbildungsberufe davon haben wir genug eigene Leute.

Wenn man nur die Bruttolöhne vergleicht ohne Sozialabgaben und Steuern ist das Falsch (Äpfel mit Birnen)

Die Kosten für Wohnung und Energie sind im Westen (Stamm EU)bei mehr als 50% des Bruttogehalts

Es ist ein Recht der Jugend zu meckern und ich finde eine Pflicht von uns Älteren die fehlenden Informationen zu liefern


Cello 04.12.2012 - 05:18

Zahlen und Fragen

@gerd

Moeglicherweise habe ich mich mit \" Umfrage \" eher falsch ausgedrueckt. Es war bei Besuch der INNOPROM 2012 hier in Eburg. Man interessiert sich fuer Neuheiten und kommt bei den Aussteller nahezu automatisch mit anderen Personen (Besucher, Aussteller) in Kontakt und es entstehen Dialoge. Also deshalb kurz zu Ihren Fragen: Wie mir noch in Erinnerung, waren da einige, welche an der technischen Uni hier in Eburg ihr Studium absolvierten haben, oder sich noch im Studium befinden. Man hat dan so ueber Gott und die Welt fachgesimpelt und meine Gegenueber merkten natuerlich an meinem Akzent, dass es sich bei mir nicht um einen Einheimischen handelt. So ergab sich das Eine und andere Gespraech indem jeweils mehrere Studis involviert waren. Sie schimpften Hier und ueber Dies und Das und machten einige Aussteller daraufaufmerksam, dass die Maschine nicht Made in Russland sei, sondern nur in Russland montiert usw. Auslanderfahrungen, also schon mal im Ausland ausserhalb der GUS gearbeitet zu haben, denke da war keiner dabei. Kenntnisse ueber den westlichen Arbeitmarkt waren ihrerseits teils vorhanden doch das grosse Problem wie beinahe in ganz Russland, nur sehr spaehrliche Fremdsprachenkenntnisse. Steuersystem denke ich eher nicht und wurde von mir auch nicht erwaehnt. Mir schien es so, als seien sie vergrault, mangels Arbeitsplaetze mit guter, oder technisch hochstehender Ausruestung. Mein Eindruck war, dass sie eher der Sparte Metallbau-, bearbeitung angetan waren, wie \" Dreher, Fraeser, CNC oder CAM gesteuerte Maschinen usw. \" kam immer wieder zum Ausdruck. Betreffend Gehalt wussten sie logischerweise und ehrlich gesagt besser Bescheid als ich. Hatte und habe bis dato keine Ahnung was da Hueben wie Drueben so verdient wird. Der Rest Ihres Kommentars ist mir bekannt und ich denke die IT-Techniker muessen weltweit nicht am Hungertuch nagen, aber der Beruf ist mental sehr anstrengend und somit teils sehr ungesund (Burn out) und dadurch oft von kurzer Freude.


gerd 03.12.2012 - 22:59

Cello Ihre Umfrage

die Zahlen glaube ich Ihnen und kann Sie in gewisser weise bestätigen.

Eigene Erfahrungen in dieser Richtung werfen jedoch folgende Fragen auf:
Welche Studienfächer hatten die Befragten?
Wieviele hatten Auslandserfahrung?
Wie war die Kenntnis des Arbeitsmarktes im Westen?
Wie war die Kenntnis des westlichen Steuersystems?

Wie schon gesagt eigene Erfahrungen:
Man ist überrascht wenn man hört das man nur im Studienfach einen Job bekommt, nicht wie auch heute noch in RU üblich Uni = Uni
Wenn man die Abzüge von min. 40% (Brutto/Netto) hört ist man ungläubig.
Man hat gute Noten in einer Europäischen Sprache und stellt dann überrascht fest das man sich gerade mal radebrechend verständigen kann.
Nach Aufklärung in diesen Punkten relativieren sich die Zahlen.
Insbesondere wenn die Befragten dann hören was im Westen gesucht wird, das sind nämlich die Berufe die auch in RU gut bezahlt sind.
Ein IT Fachmann bei Danone hat in Moskau netto mehr wie sein Gegenstück in Frankreich


Cello 03.12.2012 - 13:46

Uebereinstimmungen....

..zu @gerds Kommentar vom 03.12.2012 12:14 betreffend Investoren:

http://de.rian.ru/society/20121203/265056920.html

und schaut man sich noch die naechste URL an, dann beweist dies zumindest bis auf eine Ausnahme, dass die russisch technische Privatindustrie {Maschinenbau, technische Erzeugnisse usw.) bei der juengeren Generation nahezu Null Ansehen geniesst. Das ist nicht nur demografisch gefaehrlich, sondern auch fuer die Zukunft des Lands und dessen Stabilitaet.

http://de.rian.ru/society/20121203/265057016.html

Mir bestaetigt dies einmal mehr, dass die Gespraeche, welche ich im Fruehjahr an der INNOPROM 2012 mit Studenten und Studentenabgaenger hatte, eben doch nicht so aus der Luft gegriffen waren. Ich erinnere mich noch, dass von 25 Studenten deren 17 ein Verlassen Russlands zu Gunsten eines modernen Arbeitsplatz in einem westlichen Land ohne Wen und Aber antreten wuerden. 1 Student war sich eher unsicher und die anderen hatten momentan keine Meinung.

Obwohl es sich NUR um Umfragen handelt, lassen diese Informationen doch aufhorchen.


Uwe Niemeier 03.12.2012 - 13:38

... gerd, ich muss noch was nachreichen ...


Sie reden von einer Firma, die 1993 eine Tätigkeit in Kaliningrad begonnen hat und 1996 diese Tätigkeit wieder eingestellt hat. Hier der deutschsprachige Link dazu:
http://www.rueckverlagerung.de/rueckverlagerung%20lemken.html

Entschuldigung gerd, mir sagte \"Lemken\" wirklich nichts. Ich bin erst seit 1995 in Kaliningrad - und ehrlich gesagt, das sind so alte Geschichten - das ganze ist 16 Jahre her und kann heute nicht mehr als Beispiel dienen.


Uwe Niemeier 03.12.2012 - 13:31

... gerd, ich nehme nichts übel ...


so lange man sachlich argumentiert - und das ist bei Ihnen der Fall. Außerdem kann ich mir den Status einer \"beleidigten Leberwurst\" einfach nicht leisten.

Sie haben natürlich recht. Als Kleinstunternehmer hat man andere Aufgaben zu lösen als ein größerer Investor. Ich zeichne hier in Kaliningrad nur für rund 10 Mio Euro verantwortlich - ist natürlich nicht zu vergleichen mit anderen \"Residenten der Sonderwirtschaftszone\". Und natürlich weiß ich nicht alles - woher auch?

Lassen Sie uns deshalb einfach wie folgt verbleiben: Nicht jedem ist es bisher gelungen in Kaliningrad Fuss zu fassen und nicht jeder möchte in Kaliningrad Fuss fassen. Die Gründe sind unterschiedlich.

Kaluga ist zur rechten Zeit am rechten Ort klüger gewesen als viele andere Regionen Russlands. Kaliningrad versucht jetzt das Modell \"Kaluga\" in einigen (nicht allen) Punkten zu kopieren - warten wir also ab was daraus wird.

Vielleicht gerd interessiert Sie mein BLOG. Da gebe ich einen kleinen Einblick in meine Arbeit.


gerd 03.12.2012 - 13:15

Herr Niemeier, da fehlt Ihnen irgendwas

tut mir leid das sagen zu müssen.
Es fehlt ihnen das Wissen über das angeführte Beispiel. Die Firma Lemken ist auch heute in RU tätig, jedoch in 249080, Kaluzhskaja oblast, und nur noch mit Vertrieb, Service und Montage. KA war damls Produktion.
Bitte nicht übelnehmen, aber als Kleingewerbetreibender haben Sie es leichter wie ein Investor bei dem es um 100derte Arbeitsplätze und die Reputation eines Unternehmens geht.


Uwe Niemeier 03.12.2012 - 12:38

... sicher ist in der Vergangenheit ...


nicht alles ideal gelaufen in Kaliningrad. Und auch heute läuft nicht alles ideal. Aber es ist heute ein ganz anderes Bemühen zu spüren.

Ich habe viele deutsche Investoren kommen sehen - und fast alle sind auch wieder gegangen. Sie haben einfach nicht verstanden das Geschäft in Russland zu organisieren. Ich bin auch Deutscher und seit 1995 in Kaliningrad - warum gelingt es mir? Ich sehe, wie unvorbereitet oftmals die Investoren sind und wie sie versuchen hier Fuss zu fassen. Man kann nur mit dem Kopf schütteln - 100gramm und Sauna sind nicht das Idealrezept für ein Business in Kaliningrad/Russland.

Kaliningrad ist zwar klein, aber groß genug für viele andere, die sich in der Landwirtschaft tummeln wollen. Da kommt keiner mit Lushkow in Konflikt.


gerd 03.12.2012 - 12:14

Ihre Hoffnung in Ehren,

aber das ist kurzsichtig. Welcher normale Investor will gegen Luschkow antreten, das wäre ja fast wie Schnapshandel in Al Capones Gebiet betreiben zu wollen.
Warum hat man in Kaliningrad keine Investoren?
Ein Beipsiel ist der Weltmarktführer für Pflüge \"Lempken\" das waren mal 400 Arbeitsplätze in Kaliningrad. Aufgabe der Produktion in KA wegen fehlender Rahmenbedingungen, der auslösende Faktor war dann Lieferung von \"rostfreiem Stahl\", der sich nach Verarbeitung als minderwertig herausstellte und so eine ganze Produktion rostend auf dem Hof hinterliess.
Lieferungen von KA ins Baltikum dauerten länger als vom westlichen Zipfel Deutschlands,
Was erwartet ein Investor:
Sicherheit für seine Investitionen
Verlässiche Rahmenbedingungen
Personal Ressourcen die seinen Ansprüchen entsprechen


Uwe Niemeier 03.12.2012 - 11:43

gerd, Ihre Einwände haben sicher ...

... ihre Berechtigung. Ich kann mich in einem Kommentar nur nicht lang und breit austoben - wir haben nur 2.000 Anschläge. Ich wollte, komprimiert sagen, das er organisieren kann und das er Moskau verändert hat. Alles andere Negative habe ich bewußt unterdrückt. In Kaliningrad haben wir einen großen Nachholebedarf auf vielen Gebieten. Soll er sich hier einbringen - andere haben wir zur Zeit nicht. Die Gesellschaft ändert sich - Schritt für Schritt und wird ihm sicherlich auf die Finger schauen - so wollen wir es zumindest hoffen.


gerd 03.12.2012 - 09:47

Ihre Meinung kann ich nicht teilen, leider

\"Das Lushkow als Moskauer Bürgermeister jahrelang Aufbauarbeit geleistet hat\"

Für wen? Nicht für die Stadt sondern den Konzern seiner Frau

\"Das zeugt davon, dass Lushkow Organisationstalent hat.\"

Ich würde das eher als Kriminelle Energie bezeichnen

aber Lushkow, gemeinsam mit seiner Gattin hat ganz bestimmt den richtigen „Riecher“.

Im Auffinden von Möglichkeiten zum Stehlen gehört er sicher zur Elite in RU

Wenn es in RU wie in vielen anderen Ländern üblich wäre die Vermögen die durch Organisierte Kriminalität erworben worden sind ,einzuziehen, hätten Sie sicher ein \"Schäferehepaar Luschkow/Baturina\"

\"und gibt dabei noch anderen Leuten Arbeit.\"

Wenn ich mich an Projekte in Moskau erinnere wäre es billiger gewesen doppelt so viele Menschen monatlich mit Ihrem Lohn zu beschenken hätte man diesem Ehepaar das stehlen unmöglich gemacht


Uwe Niemeier 03.12.2012 - 09:08

Lieber so, als anders - meine ich ...


Das Lushkow als Moskauer Bürgermeister jahrelang Aufbauarbeit geleistet hat – eine unbestrittene Tatsache. Lassen wir dabei ganz einfach mal einige allbekannte weniger positive Dinge außen vor. Fakt ist, dass Moskau heute anders aussieht als 1990.

Das zeugt davon, dass Lushkow Organisationstalent hat. Und wenn er das große Moskau organisiert hat, dann wird er sein „Hobby“ wohl umso besser organisieren.

Natürlich ist er nicht nach Kaliningrad gekommen um humanitäre Hilfe zu leisten. Er erfüllt sich einen Traum und gibt dabei noch anderen Leuten Arbeit. Und er tut etwas für die Landwirtschaft und für den Tourismus. Alles Dinge, um die die Gebietsführung Kaliningrads fast täglich bettelt. Ausländer kommen zu wenig, andere Russen sind vielleicht noch nicht so überzeugt von der goldenen Zukunft Kaliningrads – aber Lushkow, gemeinsam mit seiner Gattin hat ganz bestimmt den richtigen „Riecher“. Wie sagt man so schön in Russland: „Zur rechten Zeit am rechten Ort.“ Und wie sagte der Genosse Gorbatschow 1989: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Wer will es irgendeinem Investor verdenken, wenn er sich um Fördergelder bemüht – selbst wenn er diese gar nicht nötig hat. Keiner von uns würde diese Chance auslassen. Wichtig ist, dass damit etwas errichtet wird, wovon alle profitieren: die Familie Lushkow, die Gemeinde, das Gebiet, der Staat.

Vor wenigen Tagen ging die Meldung über die Kaliningrader Nachrichtenticker, dass ein Schweizer in Sowjetsk, dem ehemaligen Tilsit, die Produktion von Tilsiter Käse nach Originalrezepten wieder aufnehmen will. In der vergangenen Woche war der Schweizer Botschafter in Kaliningrad und hat Sowjetsk besucht. Elf Millionen Euro will man investieren und 50 Arbeitsplätze schaffen – und vermutlich erhält man auch Fördergelder und andere Vergünstigungen. Und vielleicht gibt es auch eine Zusammenarbeit mit Lushkow – Schafskäse ist auch gefragt.

Also ich sehe das Engagement von Lushkow positiv. Lieber so, als wenn er mit kalten Hauslatschen warmes Bier trinken würde. Und da die Förderung der Landwirtschaft zu einer der strategischen Entwicklungsrichtungen für das Kaliningrader Gebiet erklärt wurde, die Polen schon große Flächen pachten, einige wenige Deutsche Interesse zeigen – so sind wir vermutlich auf dem richtigen Weg.


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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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