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| Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe – auch die Kurische Nehrung leidet unter dem Müllproblem im Kaliningrader Gebiet. Foto: S. Linde/.rufo | |
Mittwoch, 25.06.2008
Kaliningrad: Kampf mit dem Müllproblem aufgenommen
Kaliningrad. Die Sammlung und Verwertung von Müll soll nach modernen Standards organisiert werden. Dafür ist es höchste Zeit: Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung im Gebiet haben einen Höchststand erreicht.
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Etwas Gutes für die Umwelt tun und dabei noch Geld verdienen – das wollen die drei Unternehmen „KonWtorResurs“, „Strojkomplekt“ und „Eko-Sistema“. Sie konkurrieren in der öffentlichen Ausschreibung zur Müllbeseitigung im Kaliningrader Gebiet gegeneinander. Ende Juli soll entschieden werden, welcher Bewerber den Millionen-Vertrag unterzeichnen darf.
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Auch Europa investiert in moderne Umweltbedingungen vor Ort: Im Bezirk Gusew entsteht mit Mitteln der Europäischen Union ein Komplex zur Abfallsortierung, in dem jährlich 100. 000 Kubikmeter Müll verarbeitet werden sollen. Der mit 500. 000 Euro subventionierte Bau soll 2010 fertig sein.
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An der Grenze zur Öko-Katastrophe Das Müllproblem ist eines der größten andauernden Probleme des Gebiets Kaliningrad. Was die Menge an unverwertetem Müll angeht, befindet sich die Region laut Gouverneur Georgi Boos „an der Grenze zur ökologischen Katastrophe“.
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Die Lage ist ernst und die Zeit drängt: Auf den Kaliningrader Müllhalden befindet sich laut Schätzungen 17 bis 35 Mio. Tonnen Abfall und nicht eine von den Anlagen entspricht den notwendigen Standards. Umweltverschmutzung und Gefährdung der Gesundheit sind die Folgen.
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Vergiftete Luft und Müllhalden am Strand Die Einwohner von Neman und Sowjetsk atmen vergiftete Luft - nicht nur, weil sich dort die gefährlichsten Müllhalden der Region befinden, sondern weil der Müll einfach verbrannt wird und giftige Partikel in die Luft gelangen, berichtet das Kaliningrader Fernsehen.
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Auch am Ostseestrand sieht die Lage nicht viel besser aus. „Die Urlauber am Strand erzeugen eine unglaubliche Menge an Abfällen – Getränke aus Glasflaschen und Pappkartons, Häppchen, eingepackt in Plastik und Papier, verlorene Fahrkarten, Socken, Schwimmzeug, Handtücher und sogar Schuhe, weggeworfene Bananenschalen und Zigarettenkippen. Und all diese Dinge liegen am Strand Tage, Monate, Jahre herum“, sagt eine Vertreter des Nationalparks „Kurische Nehrung“ gegenüber „Wremja“.
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Umweltbewusstsein muss gestärkt werden Damit das Müllproblem endgültig der Vergangenheit angehört, muss sich die grundsätzliche Einstellung ändern. Das Bewusstsein für Umweltschutz als individuelle Aufgabe eines jeden ist geringer ausgeprägt als in Westeuropa.
Immerhin gibt es jetzt nur noch 43 nicht genehmigte Müllhalden im Gebiet – vor kurzem waren es noch stolze 267. Der Rückgang ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass die Strafe für russische Verhältnisse hoch ist – bis zu umgerechnet 27. 000 Euro muss zahlen, wer keinen rechtmäßigen Vertrag zur Müllabfuhr vorweisen kann.
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Auch da wird angesetzt: Werbeplakate gegen gedankenlose Vermüllung von Stadt und Gebiet appellieren an die Verantwortung des Einzelnen. Die Natur wird es danken.
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