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Terminala njet: Mit einem Graffitti protestiert ein Hausbesitzer gegen den geplanten Bau von zwei Terminals in der Naehe seines Hauses. (Foto: jm/.rufo)
Terminala njet: Mit einem Graffitti protestiert ein Hausbesitzer gegen den geplanten Bau von zwei Terminals in der Naehe seines Hauses. (Foto: jm/.rufo)
Mittwoch, 13.07.2005

Kaliningrad: Kampf gegen Ölterminals geht weiter

Kaliningrad. Das Referendum gegen den Bau von zwei Ölterminals im Stadtzentrum ging knapp verloren, doch noch haben die Bürger von Swetly nicht aufgegeben und sich in einem offenen Brief an ihre Regierung gewandt.

Die Petition ist unter anderem an den russischen Präsidenten, den Obersten Sanitätsarzt, die Generalstaatsanwaltschaft und den Menschenrechtsbeauftragten beim Präsidenten der Russischen Föderation gerichtet. In dem Brief macht die örtliche „Bürgerinitiative für ein lokales Referendum“ vor allem auf die aktuelle Umweltsituation in ihrer Heimatstadt Swetly (Zimmerbude) aufmerksam, die schon heute durch die Erdölbranche stark negativ beeinflusst wird. kaliningrad-aktuell.RU zitiert in verkürzter Form aus der Petition:

Im Mai waren die Bürger der Stadt Swetly zum Referendum gegen die Ölterminals aufgerufen. Der Volksentscheid scheiterte ganz knapp wegen zu geringer Wahlbeteiligung. (Foto: jm/.rufo)
Im Mai waren die Bürger der Stadt Swetly zum Referendum gegen die Ölterminals aufgerufen. Der Volksentscheid scheiterte ganz knapp wegen zu geringer Wahlbeteiligung. (Foto: jm/.rufo)
Tankwaggons durchqueren die ganze Stadt

„In jüngster Zeit ist der Ölterminal von Lukoil, der dem Export von Ölerzeugnissen über den Schifffahrtskanal ins Ausland dient, zu einem so genannten 'stadtbildenden Unternehmen' geworden. Das Unternehmen exportiert jährlich rund 4,5 Millionen Öl ins Ausland. Der Terminal liegt zwar 2 km von den Wohnvierteln der Stadt entfernt, doch spüren die Bewohner häufig genug den Geruch des Gaskondensats.

Da es keine eigene Zufahrt zum Terminal gibt, werden die Tankwaggons mit dem Öl durch die ganze Stadt geschickt, bis sie an deren anderen Ende auf ein Gleis zum Terminal umgelenkt werden, auf dem sie erneut die gesamte Stadt durchqueren. Die gleiche Prozedur erfolgt auch bei der Rückführung der leeren Tankwaggons nach Russland.

Mehr zum Thema:
• Die vollständige Version der Petition ist auf der Homepage der Heinrich Böll-Stiftung in der Rubrik - Dossier Demokratie in Russland - einsehbar. Dort ist ebenfalls eine Einschätzung zum Verlauf des Ökoreferendums vom Ko-Vorsitzenden der Umweltgruppe Ecodefense!, Wladimir Sliwjak, zu finden.

aktuell.RU ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.
Neben der Eisenbahnstrecke befinden sich ein Krankenhaus, ein Kindergarten sowie Wohnviertel. Zusätzlich verlädt die Moskauer Firma Paritet-Form im Stadtzentrum, auf dem Gelände des Staatlichen Bezirkskraftwerks GRES-2 jährlich 200 Tausend Tonnen Schweröl. Da die Firma ihren Sitz außerhalb des Kreises hat und GRES-2 den Zentralbehörden untersteht, nimmt der Kreishaushalt durch die Verladung des Öls keinerlei Steuern ein.

Von einem Ölring umgeben

Das Unternehmen liegt innerhalb des Stadtgebietes, so dass die Bewohner der anliegenden Viertel ständig den Geruch des Schweröls und des Gaskondensats spüren. Die Züge mit dem Schweröl fahren auf der gleichen Strecke wie die Lukoil-Züge durch die gesamte Stadt. Der Bahnhof ist bereits jetzt durch den umfangreichen Güterverkehr überlastet, wodurch er des öfteren zu einem Abstellbahnhof für Züge mit den Ölerzeugnissen wird.

Während des Rangierens ist der Eisenbahnübergang oft und für längere Zeit gesperrt, so dass ein Teil von Swetly (der gesamte Bezirk der Komsomolski-Siedlung) vom Rest der Stadt abgeschnitten ist. Zudem führt die Straße in die Gebietshauptstadt über diesen Eisenbahnübergang. Es muss hier angemerkt werden, dass Lukoil im nordöstlichen Teil der Stadt liegt und die Ölverladung von GRES-2 im Süden, wodurch die Stadt von einer Art Ölring umgeben ist.“

Bei Russland-Aktuell
• Kaliningrad: Öko-Referendum nur knapp gescheitert (24.05.2005)
• Lukoil will Erdölförderung in Kaliningrad erhöhen (04.02.2005)
• Kaliningrad: Europäer fürchten Ölpest (09.11.2004)
Im folgenden Abschnitt des Briefes weist die Bürgerinitiative auf die Konsequenzen weiterer Ölterminals für das Leben in Swetly hin. Besondere Sorge bereitet den Einwohnern, dass die Eigentümer der neuen Ölverladestationen die Umweltschutzzonen einschränken wollen - auf 120 bzw. 250 Meter Entfernung von mehrstöckigen Wohnhäusern.

„Wir möchten Sie daher bitten, die Bevölkerung bei der Wahrung ihres Anrechts auf ein Leben in einer ökologisch sauberen und sicheren Stadt zu unterstützen, den Bau von Ölverladeanlagen in der Stadt nicht zu genehmigen, die Unterlagen der Umweltverträglichkeitsprüfung für diese Firmen nicht zu unterzeichnen und eine mögliche Einschränkung der allgemeinen Umweltschutzzonen nicht zuzulassen“, so die Bitte der Bürgerinitiative an ihren Präsidenten in Moskau. Eine offizielle Reaktion von dort gab es noch nicht.

(jm/.rufo)


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