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| Georgi Boos begrüßt die Stationierung von Raketen in Kaliningrad (Foto: russianla.com) | |
Donnerstag, 06.11.2008
Kaliningrad: Boos begrüßt Stationierung von Raketen
Kaliningrad. Der Gouverneur von Kaliningrad, Georgi Boos, begrüßt die von Präsident Dmitri Medwedjew angekündigte Aufrüstung der russischen Ostsee-Provinz. Litauen hingegen reagiert besorgt auf die russischen Pläne.
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Medwedew hat am Mittwoch die Aufstellung eines Iskander-Raketenkomplexes und einer Radaranlage in Kaliningrad angekündigt. Boos bezeichnet dies als „angemessene Antwort auf die amerikanischen Rüstungspläne in Europa“. Es sei zu erwarten und für jedermann verständlich gewesen, dass Russland auf die amerikanischen Absichten, einen Abwehrraketenschild in Polen zu installieren, mit adäquaten Schritten reagieren würde.
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Raketen in Kaliningrad als Gegengewicht zu US-Raketenschild „Die Stationierung von Raketen mittlerer operativ-taktischer Reichweite im Kaliningrader Gebiet ist nicht als Bedrohung gegen unsere europäischen Nachbarn zu verstehen, sondern darauf gerichtet, ein Gegengewicht zu einer einseitigen militärischen Aufrüstung in Europa zu schaffen. Wir haben dieses Thema auf allen Ebene zur Sprache gebracht und sprechen es nach wie vor an, auch international, und alle haben uns verstanden. Die Neuigkeit ist nur, dass unsere Antwort jetzt öffentlich ist“, so Boos wörtlich
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Litauen reagiert besorgt In der baltischen Nachbarrepublik Litauen reagiert man besorgt auf die Ankündigungen des russischen Präsidenten. Die beabsichtigte Stationierung der Iskander-Raketen in der Exklave Kaliningrad sei eine direkte Umsetzung der Pläne Russland, nicht nur die Kaukasusregion, sondern auch die baltischen Staaten als Interessenzone zu betrachten, sagt der Politologe Nerius Maljukavičius vom Institut für internationale Beziehungen der Universität Vilnius.
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„Russland demonstriert damit die Fortsetzung seiner energischen und aggressiven Außenpolitik. Dass dies ausgerechnet am Tag nach der Präsidentschaftswahl in den USA geschieht, ist ganz sicher kein Zufall.“ Bislang habe es zwischen Russland und dem Westen nur eine verbale Konfrontation gegeben, so der Politologe, „doch jetzt ist die Gefahr einer realen Konfrontation gewachsen. Paradoxerweise betonen beide Seiten den reinen Verteidigungscharakter ihrer Mittel.“
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