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| Dieses Bild von Baltijsk könnte bald Vergangenheit sein. (Foto: plath/.rufo) | |
Samstag, 23.02.2008
Kaliningrad – Baltijsk bekommt einen Aquapark
Kaliningrad. Noch bestimmen Raketenschnellboote und waffenstarrende Zerstörer das Bild in der Flottenstadt Baltijsk (Pillau), doch die Zeichen einer Öffnung des einstigen Seebades für den Tourismus mehren sich.
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Demnächst soll hier mit dem Bau eines der modernsten Aquaparks des Baltikums begonnen werden. Hinter dem Projekt steht das Moskauer Unternehmen "Ektis", das bereits in der Hauptstadt zwei solche Spaßbäder betreibt.
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Den dieser Tage in Kaliningrad vorgestellten Plänen zufolge wird der etwa drei Hektar große Sport- und Erholungskomplex namens "Flagman" in Baltijsk nahe der alten Pillauer Zitadelle direkt am Seekanal entstehen.
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Allein die Fläche der verschiedenen geplanten Schwimm- und Wasserbecken umfassen insgesamt etwa 6.000 Quadratmeter, daneben soll der Aquapark auf drei Etagen diverse weitere Annehmlichkeiten bieten – von Solarien und Saunen bis zu einem großen Fitness-Center, einer Bowlingbahn und einer dem Wellness-Charakter des Ortes angepassten Gastronomie, wie Chefingenieurin Olga Ratnikowa bei der Vorstellung des Projektes erläuterte.
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Die Schwimmbahnen sind zudem nach internationalen Sportnormen konzipiert, um in Baltijsk auch Wettbewerbe ausrichten zu können; eine Tribüne mit 150 Plätzen ist ebenfalls Teil des Projekts. Die Investitionskosten werden mit 520 Millionen Rubel (etwa 14,4 Millionen Euro) angegeben. Mit dem Bau des Aquapark-Komplexes soll noch in diesem Jahr begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2009 geplant.
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Durchbruch für Tourismus-Perspektive?
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Für Baltijsk könnte der Aquapark ein Durchbruch auf dem Weg zur touristischen Öffnung sein. Denn nach wie vor ist die Stadt als Basis der Baltischen Flotte nur mit Einschränkungen zu betreten: Ausländer brauchen eine Sondergenehmigung, um nach Baltijsk zu gelangen, und auch dann dürfen sie sich in der abgeriegelten Marinestadt eigentlich nur mit einer autorisierten Begleitung bewegen.
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Auch wenn der Schlagbaum an der einzigen Zufahrtstraße mittlerweile meistens hochgezogen ist und die restriktiven Sperrgebiets-Regeln spätestens seit Eröffnung des Fährschiff-Terminals eher lax gehandhabt werden – offiziell gelten sie immer noch und hemmen die Entwicklung der verbotenen Stadt hin zu einem echten, auch international anziehenden Ostseebad nachhaltig.
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Seit Jahren ringt die zivile Stadtverwaltung um die Öffnung von Baltijsk. Es gibt diverse tourismusorientierte Entwicklungspläne und sogar eine komplette Konzeption zum Wiederaufbau der Altstadtquartiere rings um den Markt, erarbeitet Ende der 1990er Jahre als russisch-deutsches TACIS-Projekt unter Mitwirkung der Fachhochschule Aachen.
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Bislang ließ die Flotte aber noch jeden Blütentraum platzen, selbst das Becken für die großen Eisenbahnfähren räumte man nur sehr ungern. Nun kommt der Aquapark. Wird aus dem Schnellboot-Stützpunkt also doch noch ein Spaßbad?
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