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| Stau am Grenzübergang: Alltag im Gebiet Kaliningrad (Foto: Plath/.rufo) | |
Freitag, 27.07.2007
Kaliningrad: 13 Millionen Euro für neuen Grenzübergang
Kaliningrad. In Kaliningrad ist diese Woche der entscheidende Vertrag für den Bau des neuen Grenzübergangs Mamonowo 2 an der russisch-polnischen Grenze unterzeichnet worden. Das Projekt wird von der EU gefördert.
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Wie der Verwaltungschef des Rayons Mamonowo, Oleg Schlyk, am Freitag vor Journalisten mitteilte, werde der Bau des Großterminals mit Abfertigungsgebäuden, Parkplätzen und moderner Grenzinfrastruktur etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Der Auftrag soll an einen amerikanischen Baukonzern erteilt worden sein.
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Reisende hoffen auf schnellere Abfertigung
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Der neue Grenzübergang Mamonowo 2, geplante Abfertigungskapazität 4000 Fahrzeuge pro Tag, liegt auf der alten, noch aus deutscher Zeit stammenden Autobahn zwischen dem früheren Königsberg und Danzig - einem Teil der einstigen Reichsstraße 1, die über Berlin bis Aachen führte. Die Trasse soll das Kaliningrader Gebiet in das Fernstraßennetz der EU einbinden und helfen, die Exklave zu einer Verkehrsdrehscheibe zwischen Russland und Westeuropa zu entwickeln.
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Dem Durchschnitts-Autofahrer dürften solche strategischen Visionen einigermaßen egal sein. Kaliningrad-Reisende erhoffen sich von einem neuen, modernen Kontrollpunkt vor allem eine schnellere Grenzabfertigung. Denn: Die katastrophalen Verhältnisse an den Grenzübergängen der Exklave gelten seit langem - neben der Visumspflicht - als größtes Hindernis für Tourismus- und Geschäftsreisen nach Kaliningrad und retour.
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Lange Wartezeiten und Erpressung Alltag an den Grenzübergängen
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Wartezeiten von bis zu 30 Stunden, Erpressung saftiger Geldbeträge für zwielichtige Hilfeleistungen beim Überwinden der Warteschlangen, ein umständliches Zollprozedere und das oft extrem langsame Abfertigungstempo auf polnischer Seite haben „die Grenze" zum Horror vieler Individualreisenden werden lassen.
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Ob diese Situation sich allein durch den Bau eines neuen Grenzterminals bessert, bezweifeln nicht wenige. Schon beim Ausbau des Kontrollpunktes Bagrationowsk zum seinerzeit „modernsten Grenzübergang Russlands" war ähnliches vorausgesagt worden - geändert an den Warteschlangen hat sich kaum etwas.
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EU finanziert neuen Grenzübergang
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Zum einen, weil die Abfertigungskapazität in der Praxis nur selten voll ausgenutzt wird und weil die langsamere Seite das Gesamttempo bestimmt - der polnische Grenzschutz nimmt seine Rolle als Wächter der EU-Außengrenze sehr ernst. Zum anderen, weil die Grenze nach wie vor von den Dauerkolonnen polnischer und russischer Kleinhändler verstopft wird - Pendler, die vom Preisgefälle bei Benzin, Wodka und Zigaretten leben.
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Etwa 13,3 Millionen Euro soll der neue Grenzübergang Mamonowo kosten - finanziert von der Europäischen Union. Auf polnischer Seite, hier heißt der Kontrollpunkt Grzechotki, wird bereits mit Hochdruck an den Abfertigungsterminals gebaut - ebenso wie am Ausbau der künftigen Schnellstraße in Richtung Elblag/Gdansk.
Der russische Abschnitt dieser Straße, etwa 45 Kilometer zwischen Kaliningrad und der Grenze, ist seit ein paar Jahren fertig. Auch einen Namen hat die Autobahn im Volksmund längst: „Berlinka".
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(Thoralf Plath/tp/.rufo/Kaliningrad)
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