 |
|
| Demografischer Wandel: Die Anteil der Alten an der Bevölkerung im Gebiet Kaliningrad nimmt immer mehr zu. Doch die erhofften Zuzügler bleiben aus (Foto: Plath/.rufo) | |
Freitag, 18.12.2009
Kaliningrad: Übersiedlerprogramm kläglich gescheitert
Kaliningrad. Still ist es geworden um das ambitionierte Übersiedlerprogramm des Gouverneurs. Eine halbe Million neuer Einwohner wollte Georgij Boos in fünf Jahren aus Deutschland, anderen westlichen Ländern und Russland holen.
|
|
Tatsächlich gekommen sind nach dem Aufruf von Gouverneur Georgi Boos seit 2007, dem Beginn des von der Regionalregierung begründeten, staatlich geförderten "Programms zur Neuansiedlung von Facharbeitskräften" bis Ende November 2009 genau 6.354 Menschen.
|
Diese Zahl gab das der Chef des Ministeriums für Regionalentwicklung in der Gebietsregierung, Michail Pluchin, jetzt bekannt. Zwar lägen derzeit bereits bewilligte Anträge von insgesamt rund 12 700 Personen vor, die sich in Kaliningrad ansiedeln wollten. Diese Menschen seine bislang aber nicht mit festem Wohnsitz in die Provinz umgezogen.
|
An Interesse an einer dauerhaften Umsiedlung etwa von Russlanddeutschen in Moskaus aufstrebende Ostsee-Exklave mangelte es in letzter Zeit keineswegs, das belegen die Zahlen der von der Gebietsregierung gegründeten Agentur, die sich mit Fragen der geförderten Migration beschäftigt.
Viele wollen, wenige kommen Dort gehen jährlich über 10 000 Anfragen ein. Doch nur ein winziger Teil der Interessenten, weniger als jeder Hundertste, zieht dann tatsächlich nach Kaliningrad um.
|
Als Hauptgründe dafür gelten laut Umfragen die unsichere Rechtslage, ungeklärte Detailfragen wie Rückkehrrecht, bürokratische Hürden von Versicherungs- bis Steuerange-legenheiten sowie inzwischen auch die Wirtschaftskrise.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>