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| Rassepferde wurden in Ostpreußen immer hoch geschätzt. Das ist heute nicht anders (Foto: sk/.rufo) | |
Donnerstag, 10.09.2009
Gestüt Georgenburg: Paradies für Trakehnerfreunde
Kaliningrad. Im Gestüt Georgenburg in Majowka wurden bereits vor über 250 Jahren Trakehner gezüchtet. Heute ist es ein russisches Privatunternehmen, das jeden September ein internationales Reitturnier ausrichtet.
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Schneeweiß strahlt das Verwaltungsgebäude in der Sonne. Die junge Reiterin sitzt mit aufgerichtetem Oberkörper im Sattel ihres Trakehners und wechselt in den Galopp. Laut schnaubt der dunkelbraune Hengst, Sandkörner fliegen durch die Luft. Was einst Ostpreußens Pferdeparadies Trakehnen („Jasnaja Poljana”) war, ist heute das Gestüt Georgenburg, kaum mehr als einen Kilometer nördlich von Tschernjachowsk, dem früheren Insterburg, entfernt.
Nach langem Stillstand ist ein modernes Gestüt entstanden Die Ställe und Reithallen sowie Wirtschaftsgebäude wurden jüngst mit hohem Investitionsaufwand wieder aufgebaut und restauriert. Zum Gestüt gehören eine Reitbahn, ein Springplatz, Mehrzweckpaddocks, auf denen die Jungtiere Auslauf finden sowie rund 4.000 Hektar Weideland.
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Die gekachelten Wände der Pferdeboxen glänzen wie in einem Badezimmer. In eine Holzwand sind zwei Elchschaufeln mit jeweils sieben Zacken eingebrannt. Auf dem rechten Schenkel kennzeichnet dieses Brandzeichen die heutigen Vollbluttrakehner.
Trakehnerzucht wie vor über 250 Jahren Gezüchtet werden sie in Georgenburg bereits seit über 250 Jahren. 1828 erwarb der Gutsherr William Simpson das Anwesen Georgenburg und baute das größte ostpreußische Privatgestüt mit vorwiegend reinrassigen Trakehnern auf. 60 Jahre später wurde es verstaatlicht.
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Endgültig gestoppt wurde die Züchtung im Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus starben die meisten Trakehner im kalten Winter 1944/45. Dennoch konnte ein Teil der wertvollen Zuchtpferde in den Westen gerettet werden.
Internationale Reitturniere jedes Jahr im September
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Die beiden russischen Unternehmer Anatoli Orujew und Alexander Hirsekorn, die das Gestüt seit Mitte der 90er Jahre managen, knüpfen bewusst an diese lange Tradition der Pferdezucht an.
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Und sie wehren sich gegen das Gerücht, das Gestüt Georgenburg gehöre eigentlich Jelena Baturina, der im Pferdesport aktiven Gattin des Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow. Baturina habe noch nie etwas mit dem Gestüt Georgenburg zu tun gehabt, sagen Orujew und Hirsekorn.
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Erfreut seien sie über die rund 300 Pferde – und vor allem darüber, dass in Georgenburg jedes Jahr im September wieder internationale Reitturniere stattfinden. Daran teilgenommen hat auch schon zum Beispiel der Olympiasieger im Springreiten, Franke Sloothaak.
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