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| Die Schnellboote in Baltijsk dürfen auch weiterhin bleiben. Foto: tp/.rufo | |
Donnerstag, 17.04.2008
Gebiet Kaliningrad rüstet weiter ab
Kaliningrad. Die noch im Gebiet Kaliningrad stationierten Landtruppen, die ehemalige 11. Garde-Armee, sollen in diesem Jahr vollständig aufgelöst werden. Die Unterhaltung der Militärbasen wird zu teuer.
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Wie regionale Medien unter Berufung auf eine Plenarsitzung der russischen Staatsduma berichten, ist geplant, 20 große Armeeobjekte, an denen bislang Panzer, Raketen- und andere landgestützte militärische Einheiten stationiert waren, als zivile Grundstücke zu versteigern.
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Nicht betroffen von den jüngsten Abrüstungsmaßnahme ist die Baltische Flotte, die weiterhin in der Ostseeprovinz aufgestellt bleibt - mit der Basis in der Marinestadt Baltijsk (Pillau) und einer Reihe von Objekten an der Küste und im Hinterland. Formal sind der Marine seit einer Militärreform Ende der 1990er Jahre auch die im Gebiet stationierten Land- und Jagdfliegereinheiten unterstellt.
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Größter Flugzeugträger der Sowjetunion
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Gründe für diesen Schritt sehen die Militärexperten in der isolierten Lage der Exklave Kaliningrad. Das macht sämtliche Transporte militärischer Güter aus und in das russische "Festland" aufwändig und teuer.
Seine einstige Bedeutung als strategischer Militärdistrikt, die Kaliningrad zu Zeiten des Kalten Krieges den Ruf des "größten Flugzeugträgers der Sowjetunion" einbrachte, hat das Kaliningrader Gebiet ohnehin schon seit Langem eingebüßt.
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Um die genaue Truppenstärke macht das russische Militär bis heute in alter Manier viel Geheimnis, nach inoffiziellen Angaben soll sie derzeit insgesamt noch um etwa 20.000 Mann betragen. In sowjetischer Zeit standen hier bis zu 300.000 Mann unter Waffen.
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Raketenabwehrsysteme gegen US-Raketenschild?
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Allerdings flackert eine neue militärstrategische Perspektive der Exklave Kaliningrads jüngst in beunruhigender Schärfe wieder auf. In Verbindung mit den russischen Protesten gegen die Aufstellung amerikanischen Raketen in Polen (nur rund einhundert Kilometer von der Kaliningrader Grenze entfernt) kündigte Verteidigungsminister Iwanow entsprechende Gegenmaßnahmen an.
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Dazu gehört als möglicher Schritt die Stationierung von Raketenabwehrsystemen im Gebiet Kaliningrad (Russland-Aktuell berichtete). Ganz vom Tisch ist dieses Thema immer noch nicht. Auch in Verbindung mit der geplanten Auflösung der Landtruppen warnten laut Zeitungsberichten in besagter Staatsduma-Sitzung einzelne Abgeordnete, das Gebiet werde danach "vor feindlichen Übergriffen völlig ungeschützt" sein.
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